Pressemitteilung Bündnis 90/Die Grünen Ramsau

Ramsau soll auch künftig Enkel tauglich bleiben

Ramsau - Freie Wähler Ramsau und Bündnis 90/Die Grünen hatten zu einer Wahlversammlung in den schmucken neuen Saal des Gasthofes Waldquelle geladen und zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger waren dieser Einladung gerne gefolgt.

Neben der Präsentation der zwölf GemeinderatskandidatInnen stellten sich auch die beiden Landratskandidaten Dr. Bartl Wimmer und Michael Koller dem Publikum vor. Zunächst aber ließ Ramsaus zweiter Bürgermeister Rudi Fendt nach der Begrüßung durch FWG-Vorsitzenden Herbert Sieger mittels einer Powerpoint Präsentation seinen Blick über die 1700-Einwohner Gemeinde mit ihren rund 60 bäuerlichen Betrieben schweifen. Mit seinen gemeindlichen Infrastruktureinrichtungen wie Krippe, Kindergarten und Schule stehe das Ramsau gut da. 


Allerdings bestehe durchaus Handlungsbedarf für den künftigen Gemeinderat um das Bergsteigerdorf auch künftig "Enkel tauglich" zu erhalten. Die Krippe platze aus allen Nähten und brauche eine Erweiterung. Ein neues Feuerwehrhaus, der Bauhof und der Erhalt der örtlichen Nahversorger in den Bereichen Lebensmittel, Banken, Praxen, Geschäfte und so weiter sind aus Sicht Fendt's weitere wichtige Zukunftsthemen. Um auch künftig günstigen Wohnraum für Einheimische zu schaffen, müssten die wenigen zur Verfügung stehenden Flächen möglichst Flächen sparend und behutsam entwickelt werden. Fendt sieht es als Vorteil, dass sich Ramsau mit den drei anderen bayerischen Bergsteigerdörfern zusammengetan hat, um beispielsweise in Bezug auf den dringend notwendigen Ausbau des ÖPNV voranzukommen. In Bezug auf die BGLT mahnte das langjährige Gemeinderatsmitglied Strukturänderungen an. Als Landratskandidat stellte sich zunächst Michael Koller vor. 

Der 43-jährige gelernte Schreiner ist seit 2007 Fachlehrer an der Realschule in Freilassing und übernahm 2016 zusätzlich noch die Verwaltung des Pfarrverbandes Stiftsland Berchtesgaden. Der Kreisrat und Berchtesgadener Marktgemeinderat sieht die Themen Wohnen, ÖPNV und Energie als wichtigste Aufgaben im Landkreis in den nächsten Jahren. Man dürfe nicht heute verprassen, was morgen noch gebraucht werde. Koller bezog klar Stellung gegen die Wegwerfmentalität unserer Zeit. Hier könnte die Jüngeren von den Älteren lernen. Wie man überhaupt alle Generationen, ob Alt oder Jung, Ernst nehmen müsse.Tradition, Kultur und Brauchtum nannte Koller als wichtige Säulen, die dabei helfen würden, die Zukunft zu gestalten.


Dr. Bartl Wimmer, Vater von vier Kindern und Großvater von sechs Enkelkindern, bewirbt sich ebenfalls um das Amt des Landrates. Der Laborarzt und erfolgreiche Unternehmer, der in 30 Jahren aus einem kleinen Laborbetrieb ein inzwischen in mehr als 35 Ländern mit mehr als 400 Standorten tätiges Labornetzwerk mit rund 20.000 Beschäftigten geschaffen hat, ist seit 30 Jahren kommunalpolitisch tätig und seit 20 Jahren Fraktionsvorsitzender der Grünen-Kreistagsfraktion. Wimmer setzt sich für eine "Kultur des Handelns" in der Kreispolitik ein. Es gebe aus seiner Sicht längst genügend Gutachten zu den verschiedensten Themen. Diese müssten endlich umgesetzt werden. Als Beispiel nannte der Berchtesgadener Marktgemeinderat die Energiewende. Bereits im Jahr 2001 habe der Kreistag auf Antrag von Bündnis 90/Die Grünen beschlossen, dass der Landkreis bis zum Jahr 2030 seine Energieversorgung komplett auf Erneuerbare Energien umstellen solle. Aber erst im Jahr 2013 sei dann ein umfassendes Klimaschutzkonzept vorgelegt worden. 

Im Anschluss an die Vorstellung der beiden Landratskandidaten präsentierte FWG-Ortschef Herbert Sieger die GemeinderatskandidatInnen der gemeinsamen Liste analog zum Mitbewerber in alphabetischer Reihenfolge, allerdings in gestürzter Reihenfolge. Der gelernte KFZ-Meister und Bergbauer führt die Liste an. Sein Motto für die Wahl am 15. März lautet: "Gemeinsam für unsere einzigartige Heimat". Ihm folgt der 26-jährige Automationsspezialist Daniel Repscher, der Ramsau nachhaltig und sicher durch die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts begleiten will. Der Gastwirt Richard Renoth folgt auf Platz drei. Er will gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern die Weichen für die Zukunft stellen. Der Ärztin Dr. Stephanie Meeß ist vor allem der sanfte Tourismus im Sinne des Bergsteigerdorfes und die Vermarktung von in der Gemeinde hergestellter Produkte ein Anliegen. Die Bergbäuerin und Vermieterin Myriam Maltan macht sich für eine nachhaltige Wirtschaft und einen sanften Bergtourismus stark. Gegen Parteipolitik auf kommunaler Ebene sprach sich Bergbauer Josef Maltan aus. „Für die Ramsau und ihre Bürgerinnen und Bürger“ lautet sein Motto. Auf Platz 7 geht der Elektroingenieur Simon Köppl ins Rennen. Sein Engagement gilt vor allem dem Klimaschutz und der Energiewende. Dem Historiker Dr. Mathias Irlinger liegen vor allem junge Familien am Herzen. Er setzt sich unter anderem für einen zweiten Spielplatz in der Gemeinde ein. Gesundheit, Bildung, digitale Zukunft und Müllverwertung sind die wichtigsten Themen für den Kinderarzt Dr. Michael Horn. Hannes Grill, Bauamtsleiter der Gemeinde Bischofswiesen und amtierender Gemeinderat, hält einen neuen Flächennutzungplan für die künftige Entwicklung Ramsaus für sehr wichtig. Rudi Fendt, Schulleiter im Ruhestand und aktuell zweiter Bürgermeister, will „das Paradies Ramsau“ erhalten. Außerdem strebt er nach wie vor eine gemeinsame Liste aller politischen Gruppierungen in Ramsau an. Mit der gemeinsamen Liste zwischen Freien Wählern und Bündnis 90/Die Grünen sei immerhin ein erster Etappensieg auf dem Weg zu diesem Ziel gelungen.

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Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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