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"Der Schrei" - wirklich eine alltägliche Geschichte?

Bad Reichenhall - Es ist still im Park-Kino in Bad Reichenhall. Das Publikum hat soeben den Kurzfilm "Der Schrei - eine ganz alltägliche Geschichte" gesehen.

Regisseur Carsten Degenhardt hat sich nach einer TV-Dokumentation an das schwierige Thema Kindesmissbrauch gewagt. Das ganze in einen Kurzfilm zu verpacken war eine besondere Herausforderung. "Es ist Ihnen sehr gut gelungen", lobte eine Frau aus dem Publikum.

Degenhardt war zusammen mit den Schauspielern Rainer Haustein (Vater), Jona Ruggaber (Kevin) und Marisa Burger (Mutter) nach Bad Reichenhall gekommen, um den Besuchern bei der Benefizpremiere im Park-Kino Rede und Antwort zu stehen. Nach einer kurzen Verschnaufpause sprudelten die Fragen aus den Zuschauern nur so heraus. Sie drehten sich hauptsächlich um das Thema Kindesmissbrauch und nicht direkt um die Filmszenen.

Der Regisseur beantwortete sie nach bestem Wissen und Gewissen. Und auch die Schauspieler äußerten sich dazu: "Wenn man sich mit so einem Thema intensiv beschäftigt hat, ist es tatsächlich schwierig an die heile Familie zu glauben", erklärte Marisa Burger, "und ich bin selbst Mutter."

Marisa Burger verkörpert die Mutter des missbrauchten Kevin.

Rainer Haustein ist zwar kein Vater, sah die Verkörperung dieser Rolle aber auch als schauspielerische Herausforderung an. Für ihn und seinen "Filmsohn" Jona war der Dreh mancher Szenen wohl am schwierigsten, auch wenn der direkte Missbrauch nicht gezeigt wird. Auf die beiden Charaktere ist der Fokus gerichtet. "Anders wäre es dramaturgisch fast nicht möglich gewesen", gesteht Degenhardt.

Der Vater verspricht "Kevin" beim Frühstück, ihm abends vorzulesen. Das tut er auch, aber als der Junge schläft, schleicht er sich wieder ins Zimmer und fängt an ihn zu streicheln... Das Ganze zieht sich im Film über drei Monate hin, bis Kevin nach einer versuchten Vergewaltigung ins Krankenhaus kommt. Im echten Leben - es handelt sich um eine wahre Geschichte - wurde der Junge drei Jahre lang missbraucht, bevor die Sache ans Licht kam. Der Vater musste dann für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis.

red-bgl24/cz

Lesen Sie auch den Vorbericht:

"Der Schrei - eine ganz alltägliche Geschichte"

Mehr zu dem Film "Der Schrei" gibt's hier.

Rubriklistenbild: © Hendrik Heiden