CSU-Seniorenunion besichtigt Wasserkraftwerke

+
Besuchergruppe der CSU-Seniorenunion BGL zwischen den Turbinen des Wasserkraftwerkes in Hammerau

Bad Reichenhall - Um Energie-Gewinnung auf sinnvolle und umweltverträgliche Art ging des jetzt bei der Seniorenunion BGL.

Der Saal der Gaststätte Gumping in Feldkirchen war bis zum letzten Platz besetzt, als der Kreisvorsitzende, Heinz Dippel , seine Begrüßung begann und besonders Herrn Dipl.-Ing. Regierungsbaumeister Anton Zeller, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Wasserkraftwerke, willkommen hieß.

Er hatte im Anschluss an eine Podiumsdiskussion in Freilassing im Herbst letzten Jahres zu dieser Veranstaltung eingeladen , um die Bedeutung der Energiegewinnung aus Wasserkraft in unserer Region sowohl theoretisch zu untermauern, als auch anhand konkreter Beispiele eindrucksvoll zu demonstrieren .

Sein Credo: Energie sollte nach Möglichkeit dort gewonnen werden, wo sie vorhanden ist, dezentral und durch kleine bis mittelgroße Kraftwerke, um lange Transportwege zu vermeiden. In unserer Region biete sich die Wasserkraft geradezu an. Sie könne naturverträglich, umweltfreundlich, schadstofffrei und ständig verfügbar erzeugt und durch Nutzung modernster Technik hocheffizient (90% Wirkungsgrad) den Verbrauchern zugeführt werden. Der Strompreis unterliege dem Wettbewerb und könne nicht von Großkonzernen diktiert werden, zum Vorteil für den Verbraucher. Durch die dezentrale Erzeugung seien großflächige „Blackouts“ durch Terroranschläge oder Sabotageakte auszuschließen.

Der Sachverständige wies auch auf die Entstehung wertvoller Stauräume hin , die den Grundwasserstand stabil halten, die entstehenden Auwälder mit der notwendigen Feuchtigkeit versorgen und bei Hochwasser Rückzugsbereiche für Fische und andere Wassertiere bilden würden.

Noch weitere Argumente für die Nutzung der Wasserkraft konnte der Referent ins Feld führen. So würden die Gewässer durch Rechenreinigungsanlagen von Unrat und Wohlstandsmüll gesäubert, zusätzlich würde durch die Turbinen mechanisch Sauerstoff eingebracht. Durch Anbau spezieller „Fischtreppen“ würde auch der Fischerei keinerlei Schaden zugefügt.

Nach diesem überzeugenden Plädoyer für die Nutzung der Wasserkraft ging der Vortragende noch auf die spezifischen Verhältnisse in unserem Lebensbereich ein. Insbesondere sei die Salzach unter Beachtung ökologischer Vorgaben und in Anbetracht der sich abzeichnenden rasanten Energiewende hervorragend für die regionale Nutzung als Energiequelle geeignet. Denn: Der Energieverbrauch werde auch in bei uns trotz aller Sparmaßnahmen - die dringend erforderlich seien - steigen. Alternative Methoden der Erzeugung seien konsequent voranzutreiben, damit wenigstens bei uns in 10 Jahren - wenn das letzte AKW endgültig vom Netz genommen werde - nicht alle Lichter ausgingen.

Viele Fotos und Tabellen untermauerten die Ausführungen. Eine kurze Diskussion schloss sich an , bevor die zahlreichen Teilnehmer hinüberwanderten zu den Wasserkraftwerken am Hammerbach in Feldkirchen und in Hammerau. Dort konnten sie unter der Leitung sachkundiger Führer das zuvor Gehörte im Angesicht modernster Maschinentechnik noch ergänzen. Alle zeigten sich überzeugt, dass die Wasserkraft eine sinnvolle Ergänzung des angestrebten Energiemix darstellt und ihr in unserer Heimat eine große Zukunft bevorsteht.

Pressemeldung CSU-Seniorenunion BGL

Zurück zur Übersicht: Region Bad Reichenhall

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser