Terminal-Prognose: 640 Lkw täglich

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Franz Schießl, Pidings Bürgermeister Hannes Holzner, Silvester Enzinger, Harald Kurzak, Ainrings 2. Bürgermeisterin Gabriele Noreisch, Georg Grabner und Sebald König vom Staatlichen Bauamt Traunstein begrüßen die realistischen Zahlen in Bezug auf das geplante Teisendorfer Terminal.

Bad Reichenhall - Professor Harald Kurzak hat am Montagvormittag im Landratsamt Berchtesgadener Land seine Verkehrsprognose im Zusammenhang mit dem geplanten Container-Terminal in Teisendorf vorgestellt.

"Wir rechnen mit 640 Lkw am Tag", begann Kurzak die Ausführungen zu seiner Untersuchung. "Das bedeutet, dass 320 Lkw zu dem Terminal hin und 320 wieder wegfahren werden." Das sei dann der Fall, wenn das geplante, viergleisige Container-Terminal voll ausgelastet sei. "Also der Worst-Case auf der Straße", so der Professor.

Auf der B 304 werde sich der Verkehr sofort verteilen. Etwa ein Drittel der Lkw werden in Richtung Freilassing fahren, der Rest in Richtung Teisendorf. Dort wird sich die Belastung ebenfalls auf die Staatsstraße nach Anger, auf die Bundesstraße nach Traunstein und die Kreisstraße nach Waging aufteilen.

"Die derzeitige Lkw-Belastung (Lkw ab 3,5 Tonnen) auf der B304 zwischen Freilassing und Teisendorf liegt bei 580 Lkw an Werktagen. Bis 2025 wird sie auf 640 ansteigen. Sollte das Terminal in Teisendorf kommen, werden noch einmal 250 Lkw dazu kommen", schlüsselte Kurzak die Zahlen auf. Die Belastung auf der B304 Richtung Traunstein liege derzeit bei 630 Lkw an Werktagen. Die Zahl werde laut Prognose bis 2025 auf 700 ansteigen. Sollte das Terminal in Teisendorf gebaut werden, kämen noch einmal 170 Lkw an Werktagen dazu. Auf der Kreisstraße nach Waging sind es derzeit 180 Lkw. Die Prognose rechnet mit 200 Lkw bis 2025. Mit Terminal wären es noch einmal 40 mehr.

Der Lkw-Verkehr auf der Staatsstraße nach Anger würde von 400 Lkw an Werktagen derzeit auf 570 Lkw täglich ansteigen, wenn das Terminal gebaut wird. "Die Zunahme durch das geplante Container-Terminal wäre schon erheblich", musste Angers Bürgermeister Silvester Enzinger zugeben. Er rechnet damit, dass die Gemeinde Anger sich daher gegen das Terminal aussprechen werde, wenn es zu einem Planfeststellungsverfahren kommt.

"Ob das Terminal kommt, hängt allein an den Grundstücksbesitzern", erklärte Landrat Georg Grabner. Denn Teisendorfs Bürgermeister Franz Schießl betonte: "Die Investoren sind dem Projekt gegenüber weiterhin positiv eingestellt."

Die Verkehrsuntersuchung der Auswirkungen des Terminals auf die umliegenden Straßen wurde von den betroffenen Gemeinden in Auftrag gegeben. Sie können jetzt mit realistischen Zahlen die Auswirkungen auf ihre Gemeinden diskutieren.

Christine Zigon

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