Seit 25. Juli verschwunden: Wo ist Renate Bundschuh?

Suche bei Bad Reichenhall nach vermisster Wanderin geht weiter - Höhlen werden durchforstet

Bei der Suche nach der vermissten Münchenerin sind die Rettungskräfte mit entsprechender Ausrüstung im Einsatz.
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Die Höhlenretter beim Befahren der Müllnerhornhöhle am Gipfelgrat.

Bad Reichenhall/ Karlstein - Die Suche nach der 53-jährigen Münchenerin geht weiter. Am Dienstag suchte die Bergwacht Höhlen in der Umgebung ab. Viele Bereiche sind jedoch nur schwer begehbar und der Ausweg ohne Entsprechende Ausrüstung ist schwer. Darunter auch die Müllnerhornhöhle.

Die Meldung im Wortlaut


Die Höhlenrettungsgruppe der Bergwacht-Region Chiemgau hat am Dienstagabend vier Stunden lang die relevanten Höhlen und Schächte an Steigen und Wanderwegen im Gebiet des Müllnerhörndls und der Bürgermeisterhöhe nach der seit dem 25. Juli vermissten 53-jährigen Wanderin (wir berichteten) abgesucht. Die sieben Einsatzkräfte konnten aber keine weiteren Spuren der Münchnerin finden.

Renate Bundschuh aus München wird bei einem Wanderurlaub in Bad Reichenhall vermisst.

Die ehrenamtlichen Höhlenretter der Bergwachten Freilassing und Marquartstein suchten in mehreren Gruppen die Teufelshöhle, die Teufelslöcher, die Reischlklammhöhle samt Durchgangshöhle, das Kreissenloch und die Müllerhornhöhle am Gipfelgrat zwischen Pflasterbachhörndl und Müllnerhörndl ab.

Von der 70 Zentimeter weiten Einstiegsöffnung der Müllnerhornhöhle bricht ein Schacht sechs Meter tief zum Hauptgang ab, der dann 15 Meter schräg nördlich abwärts an einen fünf Meter tiefen Abbruch führt. Nach einer Gesamtlänge von 21 Metern endet der Hauptgang, der eine durchschnittliche Höhe von fünf bis acht Meter und eine Breite von zwei bis drei Meter hat.

Dort führen drei Spalten nach Norden, Osten und Westen, die aber für den Menschen nicht mehr passierbar enden. Die Höhle ist aufgrund der Schächte nur mit spezieller Höhlen-Ausrüstung und Einseil-Technik mit Abseilgeräten und Steigklemmen sicher begehbar; für Wanderer besteht die Gefahr abzustürzen und nicht mehr ohne Hilfe an die Oberfläche zu kommen.

Pressemitteilung des Bayerischen Roten Kreuz, KdöR - Kreisverband Berchtesgadener Land

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