BRK: 500. Hausnotruf-Anschluss in Betrieb

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Gisela Krepp aus Bad Reichenhall hat das 500. Hausnotrufgerät im Landkreis.

Landkreis - Das Rote Kreuz hat bei Gisela Krepp aus Bad Reichenhall das 500. Hausnotrufgerät im Berchtesgadener Land installiert. 25 Jahre ist damit schon vielen Menschen geholfen worden.

Die 87-Jährige hat zu diesem Anlass einen kostenlosen Anschluss und einen Monat Gratis-Nutzung gewonnen.

Den SOSfon Hausnotrufdienst des BRK gibt es seit einem Viertejahrhundert im Landkreis: Im Jahr 1985 wurden die ersten Geräte in Betrieb genommen. "Wir haben die neue Erfindung vor 25 Jahren zum ersten Mal ausprobiert um zu verhindern, dass jemand tagelang unbemerkt hilflos in seiner Wohnung am Boden liegen muss und keinen Notruf absetzen kann. Das Schlüsselerlebnis für uns war damals ein Rettungsdienst-Einsatz in Bad Reichenhall, bei dem sich eine Frau mit einer starken Blutung noch zum Telefon schleppen wollte, um Hilfe zu holen, aber auf dem Weg dorthin geschwächt liegen blieb und irgendwann verblutete. Die damals neue Technik wurde von den Senioren zunächst nur zögerlich angenommen. Über die Jahre hinweg sind die Teilnehmer aber immer mehr geworden. Unsere positiven Erfahrungen mit den Geräten bei Stürzen und medizinischen Notfällen haben sich irgendwann herumgesprochen", erinnert sich der damalige BRK-Kreisgeschäftsführer Edi Schmid.

Heute ist das Hausnotrufgerät für viele ältere und alleinstehende Menschen für ihre Sicherheit in Wohnung und Garten nicht mehr wegzudenken: Der Notrufsender wird entweder um den Hals oder am Armgelenk getragen. Nach Betätigung der Notruftaste stellt die Anlage eine Sprechverbindung zur Zentrale in Starnberg her. Dort sind alle Daten des Teilnehmers gespeichert, die im Ernstfall zur schnellen Abarbeitung eines Notrufes notwendig sind.

Das geschulte Personal weiß sofort über bestehende Krankheiten Bescheid und kann im Bedarfsfall Bezugspersonen, Angehörige und den Hintergrunddienst des BRK in Kenntnis setzen oder den Hausarzt informieren. Bei lebensbedrohlichen Notfällen werden sofort Notarzt und Rettungsdienst alarmiert. Die Wohnungsschlüssel sind beim BRK vor Fremden gesichert und anonymisiert in den Rettungswachen hinterlegt, so dass die Sozialdienst-Mitarbeiter, der Hintergrunddienst oder bei akuten Erkrankungen der Rettungsdienst schnell und ohne vorherige Verständigung von teilweise nicht verfügbaren Kontaktpersonen Hilfe leisten können.

"Die Technik ist für Senioren, Behinderte und Risikopatienten eine sichere Unterstützung im täglichen Leben. Auch Angehörige können dank unseres ehrenamtlichen Hintergrunddienstes, der den Teilnehmern bei einem Alarm Hilfe leistet, beruhigt zum Einkaufen gehen oder sorgenfrei in den Urlaub fahren", erklärt Rotkreuz-Mitarbeiter Eric Wierzchowski, der seit 1995 beim BRK arbeitet und seit 15 Jahren für den Hausnotrufdienst als Sachbearbeiter und Teilnehmer-Betreuer vor Ort tätig ist.

Mehr Infos unter: www.brk-bgl.de

Pressemitteilung BRK Berchtesgadener Land

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