Rettung mit Seil und Haken

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Feuerwehr und Bergwacht übten gemeinsam die Rettung in steilem Gelände.

Anger - Einsatzkräfte der Bergwacht Teisendorf-Anger und der Freiwilligen Feuerwehr Anger haben in einem steilen Graben am Högl die Rettung aus einem abgestürzten Kleinwagen geübt.

Insgesamt drei Personen sind mit einem Kleinwagen 15 Meter in die Tiefe gestürzt. Die Bergwacht und die Feuerwehr müssen die Verletzten aus dem Auto befreien und abtransportieren. Das war die Vorgabe für die Rettungskräfte, die in der Dämmerung den Ernstfall probten.

Und das lief wie am Schnürrchen: Ein Voraustrupp seilte sich mit medizinischer Ausrüstung ab und übernahm die Erstversorgung der Verletzten. Gleichzeitig errichtete die Feuerwehr mit Steckleitern eine sichere Abstiegsmöglichkeit in den Graben. Scheinwerferlicht erhellte den Wald und gab die Sicht in den von dichten Fichtenzweigen abgedunkelten Graben frei. „Uns ist wichtig, dass nur angeseilte Einsatzkräfte mit kompletter Schutzausrüstung in den Graben absteigen. In Wirklichkeit wären aber vermutlich vor Eintreffen der Retter trotz Absturzgefahr bereits ungesicherte Ersthelfer in der Rinne“, meinte Bergwacht-Bereitschaftsleiter Georg Enzinger während der Übung.

Rettungsübung im steilen Gelände

Ein schwer Verletzter wurde in der Gebirgstrage unter vollem Krafteinsatz per Mannschaftszug über den Hang nach oben gezogen; der zweite schwer Verletze musste im Bergrettungssack gesichert und über eine Hilfsseilbahn mit Flaschenzug gerettet werden. Über die selbe Seilbahn wurde auch ein dritter, leichter verletzter Patient im Rettungssitz direkt aus dem Fahrzeug heraus gehoben und nach oben gezogen.

Mehr zu dem Einsatz von Rettungskräften im BGL unter: http://www.kvberchtesgaden.brk.de/

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