"Bewerbt euch direkt!"

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Der Hausherr der FH Bad Reichenhall Dr. Christian Köller, der Kultur-Staatssekretär Dr. Marcel Huber, MdL Roland Richter und Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner während des Referats Hubers (von links).

Bad Reichenhall - Zum dritten Mal hat der heimische CSU-Landtagsabgeordnete Roland Richter Vertreter aller Schulen, Hochschulen und Universitäten, die in der Region vertreten sind, an einen Tisch geholt.

Beim dritten Bildungsgipfel in der Steigenberger Akademie in Bad Reichenhall waren natürlich auch die heimischen Unternehmen sowie die Arbeitsagentur Traunstein und die Politik vertreten. Die Anwesenden diskutierten hauptsächlich über die Ausbildungsstudie 2010 der DIHK und stellten eines fest:

"Die Qualität der Absolventen ist rückläufig", fasst Roland Richter die Aussagen der Teilnehmer zusammen. Das scheint sich durch alle Schul- und Hochschularten zu ziehen. "Es liegt aber nicht an den Schulen", war man sich beim Bildungsgipfel einig. "Zum einen gibt es mittlerweile diese 'Null-Bock-Mentalität' und oft muss die Schule das Zuhause ersetzen", gibt Richter zu bedenken. Er und die anderen Unternehmer haben einen deutlichen Tipp für die Schul- und Hochschulabgänger:

"Nehmt eure Bewerbungsmappe in die Hand und gebt sie direkt bei dem Unternehmen ab, das euch interessiert." Nur dann könnten die arbeitssuchenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen der Geschäftsführung zeigen, was sie können und was sie wollen. Denn die IHK-Studie hat auch ergeben, dass nicht die Lehrstellen, sondern die Bewerber knapp sind. Eben vor allem die qualifizierten Bewerber.

Zum dritten Bildungsgipfel des Berchtesgadener Landes auf Einladung von Stimmkreisabgeordnetem Roland Richter fanden sich Vertreter aus allen bildungs- und berufsrelevanten Einrichtungen aus der Region, Rosenheim und München in der Reichenhaller Hochschule für Tourismus ein.

Damit genau diese auch wieder mehr werden, gibt es den Bildungsgipfel. Dort treffen sich Bildung, Politik und Wirtschaft und vernetzen sich. "Es ist leichter zum Telefon zu greifen, um sich mit jemandem abzusprechen, wenn man ihn bereits von solchen gemeinsamen Treffen kennt“, erklärt Richter.

Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle hat am letztjährigen Bildungsgipfel teilgenommen und es ein "Modellbeispiel für Bayern" genannt. Ein Grund, warum diesmal Kultusstaatssekretär Marcel Huber nach Bad Reichenhall kam. Auch die IHK schickte ihren Ausbildungsleiter Bayern. "Das heißt unser Bildungsgipfel wird in München für wichtig genommen", freut sich Richter.

Der Landtagsabgeordnete hat bereits Pläne für duale Studiengänge im Berchtesgadener Land. Sie sollen in Richtung Maschinenbau gehen und in der Ainringer Zeller Villa stattfinden. Näheres wollte er aber noch nicht verraten. Dafür erfuhren die rund 40 Teilnehmer bei einer Präsentation mehr über die drei neuen Schulen im Berchtesgadener Land. Das ist zum einen die Wirtschaftsschule in Freilassing, die mit kommendem Schuljahr gestartet wird, genauso wie die Mittelschule die ab September an mehreren Standorten im Landkreis an den Start geht und die Tourismus- und Hotelfachschule an der Freilassinger Berufsfachschule.

"Wir sind auf einem guten Weg", resümierte Richter abschließend.

red-bgl24/cz

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