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"Betoniert ist schnell"

Bund Naturschutz zu Besuch bei den Bad Reichenhaller Stadtwerken
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Michael Nürbauer, Johann Aicher, Jörg Schmitt und Herbert Barthel (vorne v.l.) verging trotz intensiver Diskussion das Lachen nicht.

Bad Reichenhall - Der Energiereferent des Bund Naturschutz Bayern, Herbert Barthel, warnt die Stadtwerke Bad Reichenhall vor einem Schnellschuss in Sachen Pumpspeicherkraftwerk.

"Erst in den Jahren 2025 bis 2030 brauchen wir Energie-Speicher", erklärte er bei seinem Besuch in der Kurstadt. "Wir müssen also noch nicht in Hektik ausbrechen. Denn betoniert ist schnell."

Dem stimmten die Werkleiter Johann Aicher und Jörg Schmitt grundsätzlich zu. "Wir werden jetzt zeitnah überprüfen, ob ein solches Pumpspeicher-Kraftwerk über dem Saalachsee am Müllnerberg überhaupt machbar ist und an welchem Standort", so Schmitt zum weiteren Vorgehen. "Derzeit ist alles möglich, wir werden die verschiedensten Varianten prüfen."

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Im Gespräch ist ein Investitionsvolumen im dreistelligen Millionenbereich. "Das können wir nur federführend leisten, aber nicht alleine", gab der kaufmännische Werkleiter zu. Geplant sei bisher ein Ober- und ein Unterbecken. Für beide gebe es zwei Standorte. Das Oberbecken könnte im Stadtwald oder im Staatsforst entstehen. Das Unterbecken könnte in den Saalachsee oder ins Kieswerk integriert werden. Bei Überschuss soll dann das Wasser in das Oberbecken gepumpt und bei Bedarf erst abgelassen werden.

Jörg Schmitt in der Diskussion mit dem Bund Naturschutz.

Dass die Stadtwerke überhaupt schon mit ihren Plänen an die Öffentlichkeit gegangen sei, lege an den Plänen eines heimischen Unternehmers, der ähnliches im Bereich des Saalachsees plant. Ob zwei Pumpspeicherkraftwerke entstehen könnten oder der Unternehmer und die Stadt letztlich gemeinsame Sache machen würden, stehe in den Sternen, so Schmitt. "Grundsätzlich schließen sich die beiden Kraftwerke nicht aus."

Grundsätzlich befürwortet der Bund Naturschutz aber keines der beiden Projekte. Der Eingriff in die Natur sei enorm. Der Bad Reichenhaller Ortsvorsitzende Michael Nürbauer gab dennoch zu Bedenken: "Wenn dann in kommunaler Hand." Deshalb bestätigte auch Barthel: "Wir werden diese spannende Sache skeptisch begleiten."

cz

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