Mehr Lehrstellen als Auszubildende

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Seit drei Jahren gibt es im Berchtesgadener Land und in Traunstein mehr Ausbildungsstellen als Bewerber dafür.

Berchtesgadener Land/Traunstein - Die Agentur für Arbeit in Traunstein zieht eine positive Bilanz des Ausbildungsmarktes 2008/2009, vor allem im Bereich der Berufsberatung.

Im Berufsberatungsjahr 2008/2009 hat es im Agenturbezirk Traunstein insgesamt 1883 Bewerber für Ausbildungsstellen gegeben. Das sind 151 oder 8,7 Prozent mehr als im vergangenen Berichtsjahr. Dem gegenüber konnten 2062 Berufsausbildungsstellen aufgenommen werden. Das sind 188 Stellen weniger als noch im Jahr zuvor. Rein rechnerisch standen jedem Bewerber trotzdem 1,1 Ausbildungsstellen gegenüber. Am 30. September gab es 3 unversorgte Bewerber und 96 unbesetzte Ausbildungsstellen.

Von den insgesamt 1883 Bewerbern nahmen über zwei Drittel eine Berufsausbildung oder Erwerbstätigkeit auf. 308 entschieden sich für eine weiterführende Schule, ein Studium oder ein berufsvorbereitendes Jahr, bzw. Praktikum. Elf junge Menschen werden ihren Grundwehr- oder Zivildienst antreten und sechs Menschen beginnen ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr.

In diesem Jahr kann auf die Nachvermittlungsaktion ein weiteres Mal verzichtet werden. Die verbliebenen drei Bewerber, die derzeit noch auf der Suche sind, werden von ihrem Berufsberater einzeln betreut. Die Anzahl der Bewerber kann sich dennoch in diesen ersten Monaten der Ausbildung ändern. In manchen Berufen deckt sich die Vorstellung des Jugendlichen nicht mit dem Berufs- und Ausbildungsalltag. In anderen Fällen sind manche Firmen mit der zunächst getroffenen Auswahl nicht mehr einverstanden, weil die Eignung für einen bestimmten Beruf nicht in dem Maße vorhanden ist, wie zunächst angenommen.

So ist auch in den ersten Wochen nach Ausbildungsbeginn noch Dynamik im Markt. „Der erste Schritt in die Berufsweg- und Personalplanung setzt voraus, dass Jugendliche von Idealvorstellungen abweichen und Alternativen ergreifen. Weiter wünschen wir uns von den Betrieben, dass sie nicht nur auf die idealen Kandidaten warten“, appelliert Anette Farrenkopf, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Traunstein.

Derzeit sind noch 96 Ausbildungsplätze unbesetzt. Das sind 52 weniger als im vorigen Berichtsjahr. Darunter sind 13 Hotelfachleute, jeweils neun Restaurantfachleute und Fachverkäufer Fleischerei. Sieben Koch/Köchin Azubis sind noch offen, sechs Bäckereifachverkäufer, um die ersten fünf der Top Ten der unbesetzten Ausbildungsstellen zu nennen.

„Wir sind in unserer Beratungsleistung natürlich auch darauf angewiesen, dass der Jugendliche mitarbeitet. Wir können und wollen niemanden zu einer Ausbildung bewegen, die er nicht will. Grundsätzlich ist eine gute Berufswegplanung eine Kooperation zwischen Bewerber, Elternhaus, Schule, Betrieb und den Berufsberatern“, resümiert Farrenkopf.

Unter den Top Ten der Wunschberufe stehen an den ersten Stellen Bürokaufleute mit 201 Bewerbern, Kaufleute im Einzelhandel mit 167, gefolgt von medizinischen Fachangestellten mit 94 und Verkäufern mit 84 Kandidat/inn/en. Der Kraftfahrzeugmechatroniker ist mit 78 auf Platz fünf.

Pressemitteilung Agentur für Arbeit Traunstein

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