Gleich zwei Notfälle am Staufen

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Bad Riechenhall/Piding - Gleich zweimal hintereinander wurden die Reichenhaller Bergwacht und die Besatzung des Notarzthubschraubers „Martin 1“ am Samstag zu Notfällen am Staufen gerufen:

Kurz nach 12.30 Uhr brauchte ein intern erkrankter 76-jähriger Einheimischer am Reichenhaller Haus dringend medizinische Hilfe; gegen 13.45 Uhr wurden die Einsatzkräfte dann zum Pidinger Klettersteig gerufen, wo sich ein 29-Jähriger schwer an der Schulter verletzt hatte.

Gegen Mittag brach am Reichenhaller Haus ein intern erkrankter 76-jähriger Einheimischer mit Schmerzen und Kreislaufproblemen zusammen. Ersthelfer kümmerten sich um den Berggeher, brachten ihn ins Haus und setzten bei der Integrierten Leitstelle Traunstein einen Notruf ab, die kurz nach 12.30 Uhr die Reichenhaller Bergwacht alarmierte. Da „Christoph 14“ aus Traunstein bereits bei einem anderen Einsatz gebunden war, forderte der Einsatzleiter den Österreichischen Notarzthubschrauber „Martin 1“ aus St. Johann im Pongau an. Die Besatzung konnte direkt hinterm Haus landen und übernahm die weitere medizinische Versorgung des Mannes, der danach zur Kreisklinik Bad Reichenall geflogen wurde. Fünf Einsatzkräfte der Reichenhaller Bergwacht standen rund eine Stunde zur Unterstützung am Tallandeplatz in der Reichenhaller Kaserne bereit.

Bergwacht-Einsatz am Staufen

Gegen 13.45 Uhr ging bei der Leitstelle ein weiterer Notruf vom Staufen ein: Ein 29-jähriger Münchener hatte sich im Pidinger Klettersteig schwer an der Schulter verletzt und konnte nicht mehr selbständig aufsteigen. Die Besatzung von „Martin 1“ nahm an der Kreisklinik Bad Reichenhall den Bergwacht-Einsatzleiter auf und startete zu einem Suchflug entlang der Nordwand des Staufens, wo der Verletzte in einem senkrechten rund 100 Meter hohen Abschnitt des Klettersteigs entdeckt wurde. Da bei schönstem Bergwetter sehr viele Menschen im Steig unterwegs waren, war es für die Retter besonders schwierig, den Patienten und seinen Begleiter im Überflug ausfindig zu machen, zumal die beiden zunächst nicht deutlich genug auf sich aufmerksam machten. Nach einer Zwischenlandung an der Koch-Alm brachte der Pilot einen Flugretter am 60 Meter langen Rettungstau zur Einsatzstelle in rund 1.450 Metern Höhe, wo der 29-Jährige im Kaper-Verfahren ans Tau gesichert und ausgeflogen wurde. Der Notarzt und weitere Einsatzkräfte der Bergwacht versorgten den Münchener an der Alm, der im Anschluss zur Kreisklinik Bad Reichenhall geflogen wurde. Fünf Einsatzkräfte der Bergwacht waren insgesamt rund viereinhalb Stunden lang gefordert.

Pressemeldung BRK BGL

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