Bergrettung am Staufen

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Rettungseinsetz kurz vor Dunkelheit: Am Staufen mussten die Rettungskräfte am Dienstagabend einen Bergsteiger mit dem Rettungstau ins Tal fliegen.

Bad Reichenhall - Rund 50 Meter ist am Dienstagnachmittag ein 46-jähriger Grödiger abseits des Goldtropf-Steigs abgestürzt. Er wurde mit dem Rettungstau ins Tal geflogen.

Im letzten Tageslicht haben Einsatzkräfte der Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger sowie die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ am Dienstag einen abgestürzten Bergsteiger mit einer Knieverletzung vom Hochstaufen ins Tal geflogen.

Hubschrauber-Rettung

Der Mann hatte im Abstieg über den Goldtropf-Steig aufgrund des vielen Laubs den Weg aus den Augen verloren und war westlich im freien Gelände rund 50 Meter tief in Richtung der Waldgrenze abgestürzt. Nachdem er gegen einen Baum geprallt war, blieb er mit dem Knie an einem zweiten Stamm hängen, was ihn vor dem weiteren Absturz bewahrte. Per Handy konnte er selbst noch einen Notruf absetzen.

Die Rettungsleitstelle Traunstein alarmierte kurz nach 15.30 Uhr den Einsatzleiter der Reichenhaller Bergwacht, der neben den Mannschaften der Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger auch den Traunsteiner Rettungshubschrauber anforderte. Auf einem ersten Suchflug konnte der unter einem Baum liegende Verletzte geortet werden; der Pilot landete daraufhin in der Reichenhaller Kaserne, wo ein 40 Meter langes Rettungstau an der Maschine montiert wurde, mit dem ein Bergwacht-Luftretter in der Nähe des Unfallorts im Steilhang abgesetzt wurde.

Aufgrund der einbrechenden Dunkelheit war höchste Eile geboten: Nach kurzer Erstversorgung wurden der im Rettungssitz gesicherte Patient und sein Retter wieder per Tau aufgenommen und ins Tal geflogen, wo der Verletzte von einer Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes zum Weitertransport in die Kreisklinik Bad Reichenhall übernommen wurde. Insgesamt neun Bergwacht-Einsatzkräfte waren rund eineinhalb Stunden lang gefordert, wobei sich eine zweite Mannschaft für einen eventuellen bodengebundenen Abtransport bereithielt, falls der Hubschraubereinsatz wegen Dunkelheit und schlechter Sichtflugbedingungen abgebrochen werden hätte müssen.

ml (BRK BGL) 

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