Bergrettungseinsätze nehmen deutlich zu

Rettungshubschrauber Christoph 14 fliegt mehrmals täglich in die Berge

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Rettungshubschrauber Christoph 14 erleichtert der Bergwacht oft die Arbeit. Seine Einsätze im alpinen Gelände nahmen im vergangenen Jahr knapp 30 Prozent zu.
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Berchtesgadener Land/Traunstein - Der in Traunstein stationierte Rettungshubschrauber Christoph 14 ist der Hubschrauber, der mehrmals täglich ins Berchtesgadener Land und dort meistens ins Gebirge fliegt. Das wurde auf Anfrage von BGLand24 jetzt bestätigt.

"Berchtesgaden ist im Sommer natürlich die einsatzstärkste Region", äußerte Bergwacht Chiemgau-Geschäftsführer David Pichler Ende August im Gespräch mit BGLand24. Das konnte jetzt der Pressesprecher der Landesgeschäftsstelle des Bayerischen Roten Kreuzes, Sohrab Taheri-Sohi, bestätigen: "Der RTH Christoph 14 ist in einem Radius von ca. 60 km um das Luftrettungszentrum Traunstein im südostbayerischen Raum zuständig und leistet auf Anweisung der integrierten Leitstelle Traunstein Rettungseinsätze im gesamten Landkreis Berchtesgadener Land bis in den hochalpinen Bereich. Während der Hochsaison im Sommer wie Winter wird der Christoph 14 mehrmals täglich zu Einsätzen im Gebirge gerufen."

Einheimische im Berchtesgadener Tal können das durchaus bestätigen und fragen sich oft beim Anblick des einfliegenden Hubschraubers, was wohl schon wieder passiert sein könnte. Vor allem in den Ferien und bei schönem Wetter ist Christoph 14 gefühlt im Dauereinsatz. "Dann ist in den Bergen einfach mehr los, darum passiert auch mehr", versuchte es Pichler zu erklären. Dennoch komme die Bergwacht-Region Chiemgau ziemlich konstant jedes Jahr auf gut 1000 Einsätze.

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Bei diesen 1000 Einsätzen ist nicht immer ein Hubschrauber dabei, aber die Fälle in denen er zum Einsatz kommt, häufen sich. Das kann Taheri-Sohi bestätigen. Die Bergrettungseinsätze, die besondere technische Hilfen wie Rettungswinde bzw. Doppellasthaken mit Fixtau erfordern, werden in der Einsatzstatistik von Christoph 14 gesondert erfasst. "Zum 09.09.2019 ist mit 70 Bergrettungseinsätzen im Vergleich zum Vorjahr, ebenfalls Stichtag 09.09.2018, mit 55 Bergrettungseinsätzen eine Steigerung von ca. 27% festzustellen. Erfahrungsgemäß wird sich diese Steigerungsrate bis zum Jahresende 2019 in diesem Bereich halten. Für den Auswertungszeitraum lässt sich damit eine signifikante Steigerung der Einsätze in der Bergrettung bestätigen."

Eine Begründung für diese signifikante Steigerung gibt es nicht. Ob es an den vielen Menschen liegt, die in den Bergen ihre Erfüllung suchen, den technischen Möglichkeiten, die ein Hubschrauber heutzutage hat oder einer Mischung aus beidem, darüber kann sich jeder selbst eine Meinung bilden.

cz

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