Gibt es auf dem Land gute Verkehrsanbindungen?

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Die Studenten der TU München untersuchen Verkehr und Mobilität in der Region.

Berchtesgadener Land - Ist eine gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln im ländlichen Raum gegeben? Mit Themen rund um den Verkehr haben sich nun Studenten beschäfitgt:

Aufgrund intensiver Beziehungen der Wirtschaftsförderungsgesellschaft zur TU München wurde im Rahmen des Masterstudienganges „Transportation Systems“ in diesem Wintersemester die Region Berchtesgadener Land – Salzburg als Planungsgebiet ausgesucht. Im Mittelpunkt der Studienprojekte standen vor allem die Konzeption von Verkehrslösungen für einen nachhaltigen, reibungslosen und umweltschonenden Stadt/ Umlandverkehr.

Masterstudiengang der TU München untersucht Mobilität und Verkehr

Der seit mittlerweile sechs Jahren existierende internationalen Masterstudiengang wird am Institut für Verkehrswesen der TU München mit den Schwerpunkten in Verkehrsplanung, Verkehrstechnik und Verkehrswegebau angeboten. Im dritten Semester erarbeiten die rund 30 Studierenden eine große Projektarbeit, die sich mit übergreifenden Verkehrsthemen aus einem Planungsgebiet befasst. „Sie sollen so ihr bisher erworbenes, theoretisches Wissen an einem praxisnahen Beispiel anwenden“, so Dr. Antonios Tsakerestos vom Lehrstuhl für Verkehrstechnik. Die Bearbeitung erfolgt in Arbeitsgruppen von jeweils fünf bis sechs Studierenden aus einer Vielzahl von Ländern (aus EU-Staaten, aber auch beispielsweise der Türkei, dem Nahen Osten, Afrika und Asien). Für dieses Wintersemester hat sich die TU München als Planungsgebiet die Region Berchtesgadener Land – Salzburg ausgesucht, da sie aufgrund ihrer Struktur und der grenzüberschreitenden Beziehungen eine große Vielfalt an Themen bietet:

• Erreichbarkeit des öffentlichen Nahverkehrs im ländlichen Raum,

• Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgase,

• Ausbau der Eisenbahninfrastruktur mit hoher Beförderungskapazität,

• Optimierung des Straßenverkehrs durch intelligente Verkehrstelematik,

• Verkehrsträgerübergreifende Konzepte.

Diese Themenfelder und die daraus abgeleiteten Fragestellungen, die für die Region besonders interessant sind, wurden in einem gemeinsamen Workshop vor Ort konkretisiert und durch genauere Information und Daten unterlegt. In der Veranstaltung waren Vertreter der EuRegio, der Landesbaudirektion des Landes Salzburg, der Berchtesgadener Land Bahn bzw. Salzburger Lokalbahn bzw. der Wirtschaftsförderungsgesellschaft vertreten. Auch die zukunftsorientierte Idee des EuRegioBahnen-Projektes wurde dabei präsentiert.

Expertenwissen hilft bei Praxisbezug

Ohne dieses Expertenwissen rund um das Thema Verkehr und Mobilität wäre ein Praxisbezug für die Studenten nicht in diesem Umfang möglich gewesen. Die Region konnte durch die kritischen Anmerkungen und das Aufzeigen der Defizite mit der Ausarbeitung von Ideen, Konzepten und Planungen aus der Perspektive einer internationalen Gruppe angehender Verkehrswissenschaftler bekommen.

Besonders der geringe Anteil der Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs und der sehr hohe Anteil der Autofahrer in unserer Region viel den Studenten dabei negativ auf. Damit nicht noch mehr Straßen gebaut und vergrößert werden müssen, kann die Bewältigung des täglichen Staus nur in der Konzeption von Verkehrslösungen für einen nachhaltigen, reibungslosen und umweltschonenden Stadt/ Umlandverkehr liegen. "Ich bin von den Studentinnen und Studenten positiv überrascht. Die Detailkenntnis und der Enthusiasmus mit dem die Studierenden ihre Projektarbeit bearbeitet haben ist bewundernswert," so Dr. Stefan Krampe des Freilassinger/Salzburger Unternehmens TraffiCon.

Diese zukunftsorientierten Mobilitätslösungen wollen die Studenten bei Unternehmen und Institutionen mit Masterarbeiten und Praktikumsarbeiten bearbeiten. Die Aktion soll nach der gemeinsamen Willensbekundung aller weitergeführt werden, da als positiver Nebeneffekt ein Beitrag zur Fachkräftegewinnung und Kompetenzaufbau geleistet werden kann.

Details zu den studentischen Projektarbeiten und nähere Informationen zur Wirtschaftsförderungsgesellschaft BGL, ihren Aktivitäten und den Partnern des Netzwerkes „Satellitennavigation Berchtesgadener Land“ finden Sie unter www.satnav- bgl.eu sowie www.wfg-bgl.info bzw. direkt unter +49 8654 775014.

Als Einrichtung des Landkreises bietet die Wirtschafsförderungsgesellschaft ihre Leistungen mit Unterstützung der Sparkasse Berchtesgadener Land an.

Pressemitteilung Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berchtesgadener Land GmbH

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