BGL: Noch kein Hausärztemangel in Sicht

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Landkreis - Nach einer Sitzung des Regionalen Planungsverbandes sieht Angers Bürgermeister Enzinger keinen Hausärztemangel für den Landkreis - vorerst.

"Aber natürlich müssen wir die Situation im Auge behalten", so Enzinger. Er vertrat Freilassings Bürgermeister Josef Flatscher bei der Diskussion des Regionalen Planungsverbandes Südostbayern im Landratsamt Transtein. "Momentan haben wir noch genügend Hausärzte, doch der Trend zeigt klar nach unten", weiß der Angerer Gemeindechef. Derzeit liege die Deckung an Hausarztpraxen im Berchtesgadener Land noch bei 126 Prozent. Damit sei der Landkreis nach wie vor hervorragend aufgestellt.

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Ministerialrat Albert Eicher sieht eine kritische Entwicklung: "Junge Ärzte haben nicht mehr den großen Drang, in die Selbstständigkeit zu gehen und wollen eher im Team - beispielsweise in Kliniken - arbeiten". Der Trend geht Richtung Großpraxen, zentral in Ballungszentren oder den Kreisstädten installiert. Demnach werde sich die Umsetzung der Forderungen nach einer flächendeckenden Hausarzt-Versorgung in den kommenden Jahren als schwierig herausstellen.

Wie so oft, werden die Verantwortlichkeiten hin- und hergeschoben: Die Gemeinde-Oberhäupter fordern eine gerechtere Verteilung an Hausärzten. Die Krankenkassen sehen einen Großteil der Verantwortung bei den Gemeinden selbst.

Hans-Joachim Bittner

Rubriklistenbild: © dpa

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