SPD fordert Högltunnel

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Bad Reichenhall - Anrainer sehen dem Autobahnausbau mit großer Sorge entgegen. Für sie setzt sich jetzt aber auch die SPD Berchtesgadener Land ein: Sie fordert den Högltunnel.

„Wir wollen für die vom Autobahnausbau am stärksten betroffenen Gemeinden den besten Schutz vor Lärm und Abgasen und gleichzeitig so wenig Flächenverbrauch wie möglich. Deswegen sprechen wir uns als SPD Berchtesgadener Land gemeinsam für einen Tunnel durch den Högl aus." Mit diesen beiden Sätzen fasste der SPD-Kreisvorsitzende Roman Niederberger das Ergebnis einer ausführlichen Diskussion zusammen, an der sich der SPD-Kreisvorstand, die Ortsvereinsvorsitzenden und sozialdemokratische Kommunalpolitiker aus dem Landkreis beteiligt hatten.

SPD-Kreisvorsitzende Roman Niederberger.

Eingebracht wurde der Vorschlag für eine gemeinsame Position zum Autobahnausbau bei dem Treffen im Bad Reichenhaller „Hofwirt“ von den beiden SPD-Ortsvereinen Piding und Anger. Günter Wolf erinnerte an die einhellige Unterstützung für den Högltunnel in seinem Heimatort Anger: „Uns sind die höheren Kosten für eine Tunnellösung durchaus bewusst. Aber wir reden beim Ausbau der Autobahn A 8 von einer Entscheidung, die über Jahrzehnte hinaus großen Einfluss auf die Lebensqualität in mehreren Gemeinden haben wird“, erklärte der Vorsitzende der SPD Anger.

Mit dem Kostenargument setzte sich auch Roman Niederberger in seinem Diskussionsbeitrag auseinander. „Den unstrittig hohen Aufwendungen für eine Untertunnelung stehen Einsparungen bei Brückenbauwerken, ein Aufschwung für den Tourismus und neue Chancen für die Ortsentwicklung gegenüber“, zeigte er sich überzeugt. Auf die Dauer sei daher der optimale Schutz für die Bürgerinnen und Bürger in Piding und Anger auch wirtschaftlich die vernünftigste Lösung.

Der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Hans Metzenleitner unterstützte ebenso die Forderung nach einem Tunnel durch den Högl und kündigte an, eine entsprechende Resolution zur Abstimmung in den Kreistag einzubringen. „Wenn eine solche Forderung Erfolg haben soll, dann geht das nur, wenn wir alle im Berchtesgadener Land an einem Strang ziehen“, erklärte er. Es sei dann an den anderen politischen Gruppierungen im Kreistag, ebenfalls Farbe zu bekennen und die Entscheidung über eine Ausbauvariante zu treffen.

Auch die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Bärbel Kofler brachte sich in die Aussprache ein. In der gesamten Diskussion über den Autobahnausbau habe die SPD und sie selbst sich immer für den bestmöglichen Schutz der Bürgerinnen und Buerger vor den Verkehrsauswirkungen engagiert. In diese Tradition passe nun auch gut die Entscheidung der SPD BGL, sich für eine Tunnellösung einzusetzen.

Als weiteren Aspekt brachte der Bayerisch Gmainer SPD-Ortsvorsitzende Franz Sicklinger den Schutz vor Belastungen während der Bauphase ins Gespräch: „Wir sprechen hier über einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren, in dem bei anderen Varianten mit massiven Verkehrsverlagerungen und Staus zu rechnen ist“, so Franz Sicklinger. Er forderte, die Autobahndirektion solle die Alternative Högltunnel ernsthaft in ihre Planungen mit einbeziehen und eine langfristige Kosten-Nutzen-Analyse erstellen.

In der Abstimmung am Schluss des Treffens sprachen sich alle anwesenden Ortsvereinsvorsitzenden und Mitglieder des Kreisvorstands einstimmig für die Ausbauvariante Högltunnel aus. Die Initiative von Hans Metzenleitner für eine entsprechende Resolution des Kreistags wurde ebenfalls einstimmig unterstützt.

Pressemitteilung SPD Berchtesgadener Land

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