Grüne unterstützen Regionalwährung

Unterstützt Regionalwärungen: Der Kreisvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Berchtesgadener Land, Prof. Dr. Bernhard Zimmer

Landkreis - Anlässlich des 10-järigen Bestehens des "Chiemgauer" hat der Grünen-Kreisvorsitzende Prof. Dr. Zimmer auf die positive Bilanz dieser lokalen Regionalwährung hingewiesen.

Auf einer Sitzung des Grünen-Kreisvorstandes berichtete Zimmer, dass der Chiemgauer im letzten Jahr einen Umsatz von rund 6,5 Millionen Euro erreicht habe. Seit seiner Einführung betrage der Gesamtumsatz rund 30 Millionen Euro. Mit dieser Summe sei der Chiemgauer die erfolgreichste Regionalwährung überhaupt.

Dabei gehe es beim Projekt Chiemgauer um mehr als nur ein ökonomisches Projekt. Mit ihrer Teilnahme am Chiemgauer hätten die beteiligten 600 Unternehmen und die ber 3000 Mitglieder in den Landkreisen Traunstein und Rosenheim etwa 255.000 Euro an Fördergelder für soziale Projekte ermölicht.

Der kleine Bruder des Chiemgauer, der Sterntaler, werde im nähsten Jahr sein 10-järiges Jubiläm feiern können. Aufgrund des kleineren Einzugsgebietes komme der Sterntaler, die Regionalwärung des Berchtesgadener Landes, natürlich noch nicht auf die Umsatzsummen wie der Chiemgauer.

Allerdings sei auch diese Regionalwärung sehr erfolgreich. Aufgrund der positiven Erfahrungen mit den beiden lokalen Regionalwärungen habe der Grünen-Kreisverband Berchtesgadener Land auch die Aufnahme von Regionalwärungen als Ergänzung zum Euro in das aktuelle Landtags- und Bundestagswahlprogramm vorgeschlagen, was von den jeweiligen Parteitagen auch gebilligt worden sei.

Die positive Bedeutung von Regionalwärungen habe vor kurzem auch der frühere Bundespräident Horst Köhler in einem Vortrag hervorgehoben. Eine Regionalwärung zwinge den jeweiligen Nutzer quasi, sein Geld in der Region auszugeben. Das sei ein weiterer wichtiger Faktor zur Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe.

In einem weiteren Tagesordnungpunkt befasste sich der Grünen-Kreisvorstand mit dem Stand der Dinge in Sachen Ausbau der A8. Zimmer forderte, endlich den Realitäten bei der Verkehrsentwicklung in die Augen zu schauen. Erst vor wenigen Tagen habe die Asfinag den ursprünglich geplanten sechsspurigen Ausbau zwischen Eugendorf und Hallein auf Eis gelegt.

Begründung: Aufgrund der aktuellen Verkehrsentwicklung sei ein Ausbau im Raum Salzburg bis auf Weiteres nicht nöig. Zimmer forderte Bundesverkehrsminister Dr. Peter Raumsauer auf, sich an dem Vorgehen der Asfinag ein Beispiel zu nehmen und endlich mit realistischen Verkehrsprognosen zu arbeiten. Immerhin solle der sechsspurige Ausbau der A8 zwischen Rosenheim und der Staatsgrenze nun schon mehr als eine Milliarde Euro kosten.

Angesichts der Unterfinanzierung des Verkehrshaushaltes sei diese Summe berhaupt nicht zu finanzieren. Ähnliches gelte auch für andere Verkehrsprojekte im Landkreis wie den Kirchholztunnel oder den Bau zweier Umgehungsstrassen in Oberteisendorf.

Pressemitteilung Edwin Hertlein

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