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Nach geplantem Förderstopp

Erfreulich für das Berchtesgadener Land: Wasserkraft-Förderung bleibt erhalten

Hartnäckigkeit und Beharren zahlt sich aus: Durch den Einsatz von Politikern und Verbänden auf allen Ebenen konnte der von der Bundesregierung geplante Förderstopp gerade noch rechtzeitig abgewendet werden.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Berchtesgadener Land - 90 Prozent der 75 Wasserkraftanlagen im Landkreis sowie der weitere Ausbau wären durch einen geplanten Förderstopp der Bundesregierung für Kleinwasserkraftanlagen bedroht gewesen. Landrat Bernhard Kern hat sich daher im Mai an Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck gewandt. Durch den beharrlichen Einsatz von Politikern und Verbänden auf allen Ebenen wurde der umstrittene Passus aus der Novelle des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) gestrichen.

Rund ein Viertel des Gesamtstrombedarfs im Landkreis wird durch die Wasserkraft gedeckt. „Nicht nur der Ausbau der Wasserkraft, auch die zahlreichen Bestandsanlagen wären durch die ursprünglichen Pläne der Bundesregierung gefährdet: Von den 75 bestehenden Wasserkraftanlagen im Landkreis sind über 90 Prozent kleiner als 500 kW“, verdeutlicht Landrat Bernhard Kern den Ernst der Lage und wandte sich daher im Mai mit einem Schreiben direkt an Bundesminister Habeck mit der Forderung, die Pläne zu überdenken und stattdessen auf einen starken Mix aller regenerativen Energien zu setzen.

Laut Gesetzesentwurf vom April dieses Jahres wäre eine Förderung von Wasserkraftanlagen mit einer Leistung unter 500 kW „wegen ihrer besonderen gewässerökologischen Auswirkungen“ nicht mehr vorgesehen. Dabei wurde auch im Berchtesgadener Land vielfach bewiesen, dass Kleinwasserkraft und Ökologie nicht im Widerspruch stehen.

„Der Förderstopp für die Kleinwasserkraft wäre nicht nur eine Ungleichbehandlung einzelner Formen erneuerbarer Energien, sondern auch eine Ungleichbehandlung von ganzen Regionen in Deutschland“, ist Landrat Bernhard Kern überzeugt. Er freut sich daher sehr, dass die Förderung erhalten bleibt.

„Für die Energiewende im Berchtesgadener Land ist diese Entscheidung absolut positiv. Jede Region in Deutschland – von Nord bis Süd – muss ihre Stärken für den Erfolg des Gesamtsystems einbringen können – nur so gelingt es uns, den Klimaschutz voranzutreiben und die Abhängigkeit von Öl und Gas zu reduzieren. In unserem Landkreis haben wir noch einiges an Ausbaupotenzial sowohl bei der Wasserkraft als auch bei anderen erneuerbaren Energien. Hier werden wir auch weiterhin mit Nachdruck an der Umsetzung unserer Klimaschutzziele arbeiten.“

Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

Rubriklistenbild: © kp

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