Kathrin Thoma-Bregar nach der Biwak-Nacht:

"Jetzt kann ich wenigstens mitreden"

Berchtesgadener Land - Zu einem Höhepunkt des 2. BGL-Skitourenfestivals gehörte die Biwak-Nacht. BGLand24 hat mit einer Teilnehmerin über ihre Erlebnisse gesprochen.

Kathrin Thoma-Bregar aus Bad Reichenhall wagte sich ins nächtliche Biwak unter freiem Himmel - und bereute es nicht: "Wenngleich ich es nicht noch einmal machen würde, so war es doch eine wertvolle Erfahrung". Die Kälte machte der 37-Jährigen weniger zu schaffen als der fehlende Schlaf.

Unter freiem Himmel wurde in Schlafsäcken am "Toten Mann" oberhalb des Hochschwarzecks genächtigt, auf rund 1.400 Metern Höhe. "Eine grandiose Nacht", schwärmt Kathrin Thoma-Bregar.

Die rund 25 Teilnehmer/-innen wurden am nächsten Morgen mit einer eindrucksvollen Stimmung am Hirschkaser belohnt: "Als die Sonne aufging und Watzmann und Hochkalter anstrahlte - da wusste ich, dass sich die Mühen und das Ausharren gelohnt hatten", so die Freie Journalistin aus der Kurstadt. Das gute Frühstück genoss sie in vollen Zügen, ehe es auf den Brettern zurück ins Tal ging.

1.350 Euro für den guten Zweck

Kathrin Thoma-Bregar beim nächtlichen Aufstieg zum "Toten Mann".

Beim großen Charity-Skitourenwettbewerb im Rahmen des 2. Skitourenfestivals Berchtesgadener Land wurden am Samstagabend wieder fleißig Höhenmeter gesammelt. Vom deutschen Doppel-Jugendweltmeister Toni Palzer über Ramsaus 2. Bürgermeister bis hin zur 14-jährigen Theresa Grassl gingen 94 Teilnehmer an den Start. Gemeinsam erliefen sie für die Sternstunden-Benefizaktion 648 Euro, der Veranstalter rundete auf 1. 350 Euro auf.

Der festgelegte Rundkurs führte die Rennläufer vom Festzelt am großen Parkplatz über die Ski-Route hinauf zum Hirschkaser und über die Piste wieder bergab. 360 Höhenmeter zählte eine Schleife, und die galt es in zwei Stunden so oft wie möglich zu absolvieren.

Watzmann-Ostwand-König verpflegte

Die Aufstiegsspur durch den Wald hatte Streckenchef Richard Lenz mit seinen fleißigen Helfern kurz vor dem Start mit Fackeln präpariert. An den zwei Verpflegungsstationen im Startbereich und beim Hirschkaser konnten sich alle Teilnehmer während des Rennens mit warmem Tee und Kuchen stärken. Am Berg übernahm Watzmann-Ostwand-König Heinz Zembsch die Verpflegungsversorgung, während Frau Christel die Startnummern für die Höhenmeter-Auswertung festhielt. Im Tal umsorgte Antje Grassl mit ihrem Damenteam die Skitourengeher.

Mit dem 2. BGL-Skitourenfestival zufrieden: Organisator Toni Grassl aus der Ramsau.

Mit 5,5 Runden absolvierten der Lokalmatador Toni Palzer und seine beiden Freunde Josef Huber aus Bischofswiesen und Lukas Wurm aus Ramsau die meisten Höhenmeter und bekamen dafür bei der Siegerehrung einen großen Präsentkorb überreicht. Genau wie Mama Annemarie Palzer, die als beste Frau vier Mal zum Hirschkaser aufstieg. Vier Aufstiege gelangen auch Ramsaus 2. Bürgermeister Josef Maltan, der versprach, auch 2014 wieder mit dabei zu sein.

Die Suche nach dem Massagezelt

Die jüngste Teilnehmerin beim Charityrennen war Theresa Grassl: Die 14-jährige Tochter von Veranstalter Toni Grassl war mit einer Runde zufrieden. Das schaffte auch der älteste Skibergsteiger bei der Veranstaltung am Wochenende, Ulli Stöckl aus der Ramsau: "Mir ist es gut gegangen. Nur die Strecke war ein bisschen schlecht zum Fahren", erklärte er Stadionsprecher Sebastian Rasp und fragte: "Wo ist denn jetzt das Massagezelt?"

Am Ende konnten die 94 Teilnehmer 64. 800 Höhenmeter verbuchen. Für jeden Meter gab Veranstalter Toni Grassl einen Cent und rundete den Betrag von 648 Euro auf, so dass am Ende 1. 350 Euro an die Sternstunden des Bayerischen Rundfunks übergeben werden konnten. "Nochmal 150 Euro mehr als im letzten Jahr", freute sich Grassl, der das Geld persönlich bei den Sternstunden in München abgeben will.

kb / bit

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