Bergdrama in Berchtesgaden 

Urlauberin (59) stürzt nahe der Röthwand rund 200 Meter in den Tod

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Berchtesgadener Alpen - Erneut hat sich in den Berchtesgadener Alpen ein schwerer Bergunfall ereignet. Eine Frau stürzte mehrere hundert Meter in die Tiefe. Für die Person kam jede Hilfe zu spät.

UPDATE, 24. Juli, 5 Uhr: Pressemitteilung Polizei

Am 23. Juli stieg eine sechsköpfige Bergsteigergruppe aus dem norddeutschen Raum von der Wasseralm über den sogenannten Röthsteig in Richtung Obersee ab. Auf einer Höhe von gut 1.200 Metern über Normalnull (üNN) blieb der Erste der Gruppe an einer Stelle mit schöner Aussicht auf den Ober- und Königssee stehen

Eine 59-jährige Frau, die sich an der zweiten Stelle der Gruppe befand hielt ebenso inne und drehte sich zu Bergseite hin um. Da sie vermutlich an dieser Stelle keinen guten „Stand“ hatte, ist sie den Angaben der Begleiter zur Folge mit einem Fuß ein Stück zurückgestiegen. Unglücklicherweise dürfte sie dabei auf die Hangkante getreten sein, verlor so das Gleichgewicht und stürzte 220 Höhenmeter in steilem, grasdurchsetztem Felsgelände ab

Hinzukommende Bergsteiger alarmierten kurze Zeit später per Notruf die Bergwacht, der Notarzt des Rettungshubschraubers „Christoph 14“ konnte jedoch nur noch den Tod der verunglückten Bergsteigerin feststellen. Die Bergung wurde durch zwei Angehörige der Bergwacht Berchtesgaden und einen Polizeibergführer mit Hilfe des Polizeihubschraubers „Edelweiß 1“ durchgeführt. Die Leiche wurde am Landeplatz der Bergwacht, in Schönau am Königssee an das örtliche Bestattungsinstitut übergeben. Die Begleiter der Verunglückten konnten ihren Abstieg noch eigenständig durchführen, wurden aber von der Wasserwacht Berchtesgaden und einigen Bergwachtmännern über den Königssee gebracht und vom Kriseninterventionsteam der Bergwacht betreut.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Berchtesgaden

Update, 17.20 Uhr: Pressemitteilung BRK

Am Montagvormittag ist eine 59-jährige Frau aus Schleswig-Holstein beim Abstieg von der Wasseralm über den Röthsteig im Steinernen Meer rund 200 Meter tief über die Felswand tödlich abgestürzt. Die kurz nach 9.15 Uhr alarmierte Bergwacht Berchtesgaden und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ fanden die Einsatzstelle sehr rasch, flogen sofort von der Röthwiese aus Notarzt und Bergretter am 50-Meter-Tau zum Unfallort, konnten aber nichts mehr für die Verunglückte tun.

Die Frau war als Zweite der sechsköpfigen Wandergruppe im Abstieg in rund 1.200 Metern Höhe kurz stehengeblieben, um sich vermutlich den Schuh zu binden, wobei sie rückwärts zu weit nach hinten trat und vor den Augen ihrer Begleiter abstürzte, die einen Notruf absetzten.

Schrecklicher Bergunfall in Berchtesgadener Alpen - Frau stirbt

Während des Anflugs von „Christoph 14“ über den Königssee herrschten aufgrund der tiefhängenden Wolken zunächst schwierige Sichtflugbedingungen; ab dem Obersee waren die Wolken dann aber hoch genug, so dass die Retter die Einsatzstelle direkt erreichen konnten. Der Bergretter blieb im Hang bei der tödlich Verunfallten und sicherte sie; „Christoph 14“ brachte den Notarzt wieder per Tau zum Zwischenlandeplatz in der Röthwiese zurück, wohin zwei von der Gruppe unabhängige Melder abgestiegen waren und warteten. 

Der Pilot holte dann in Schneewinkel beim Tanken zwei weitere Bergretter ab, um die restliche Gruppe aus dem Steig auszufliegen – als der Hubschrauber zurück war, waren die fünf Leute aber bereits bis in den Wald abgestiegen. Die beiden Bergretter gingen ihnen entgegen und begleiteten sie dann zu Fuß nach Salet, wobei sie bereits an der Fischunkelalm am Obersee-Südostufer auf den KID trafen, der unterwegs und anschließend im Berchtesgadener Bergwachthaus die weitere Betreuung übernahm. Die BRK-Wasserwacht hatte mit ihrem Rettungsboot drei Krisenberater über den Königssee gebracht und fuhr die Begleiter und den KID später per Boot zur Seelände zurück.

Die nachgeforderte Besatzung des Münchner Polizeihubschraubers „Edelweiß 1“ setzte einen Beamten der Alpinen Einsatzgruppe (AEG) der Polizei zur Unfallaufnahme und einen zweiten Bergretter mit der Winde an der Absturzstelle ab. „Edelweiß 1“ nahm die Verstorbene dann per Winde auf und flog sie nach Schneewinkel aus. Die Bergwacht stand mit ihrem Kerosinanhänger bereit, um die Hubschrauber wieder aufzutanken.

PRessemitteilung BRK Berchtesgadener Land

Update, 15.34 Uhr: Bilder von der Einsatzstelle

Erneut ist es in den Berchtesgadener Alpen zu einem tödlichen Bergunfall gekommen. Eine fünfköpfige Wandergruppe war am Morgen mit dem Schiff von der Seelände am Königssee zum Ende des Königssee zum Obersee gefahren, berichtet Aktivnews. Von dort aus begannen sie den Aufstieg über die Röthwand hinauf zur Wasseralm im Hagengebierge.

Im Oberen Drittel des steilen Steiges stürzte eine Frau aus der Gruppe dann plötzlich über mehrere hundert Meter weit über felsdurchsetztes Steilgelände ab.

Update, 13.15 Uhr: Wanderer tot

Bei dem Bergunfall wurde eine Person tödlich verletzt, wie die Berchtesgadener Polizei auf Nachfrage von BGLand24.de bestätigt. Er war auf Höhe der Fischunkelalm aus bisher unbekannten Gründen abgestürzt. Details über den Unfallhergang sowie die verunglückte Person, seien derzeit jedoch noch nicht bekannt, so die Polizei weiter.

Offenbar war eine fünfköpfige Wandergruppe vom Obersee in Richtung Fischunkelalm unterwegs. Im Bereich der Alm sei dann der tragische Unfall passiert, so die Presseagentur Aktivnews. 

Erstmeldung 11.45 Uhr: Rettungseinsatz Höhe Fischunkelalm läuft

In den Berchtesgadener Alpen hat sich erneut ein schwerer Bergunfall ereignet. Dies bestätigte die Berchtesgadener Polizei auf Nachfrage der Presseagentur Aktivnews. Ereignet hat sich der Unfall offenbar Höhe Obersee - Wasseralm. 

Derzeit läuft ein Großeinsatz der Rettungskräfte. Auch die Hubschrauber "Christoph 14" und "Edelweiß 1" sind im Einsatz.

Tödlicher Unfall am Mannlgrat

Erst am Donnerstag hat sich ein tragischer Unfall in den Berchtesgadener Alpen ereignet. Eine 49-jährige deutsche Urlauberin stürzte vom Mannlgrat zwischen Göllleiten und Kehlstein-Gipfel rund 200 Meter tief. Für die Frau kam jede Hilfe zu spät.

Weitere Informationen und Bilder folgen!

mh/AKTIVNEWS

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