Sechs Einsätze in Berchtesgadener Alpen

Verlaufen, verletzt, vermisst  - Bergwacht rettet 7 Personen in Bergnot

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Berchtesgadener Land - Am Samstag, den 26. Mai konnte die Bergwacht sieben Personen aus misslichen Lagen am Berg befreien. Dabei musste auch der Rettungshubschrauber zu Hilfe gezogen werden. 

Steinschlag trifft Bergsteiger an Schulter - Transport mit Rettungshubschrauber

Am frühen Nachmittag des 26. Mai mussten zwei Ramsauer Bergwachtmänner an der Blaueishütte einen Bergsteiger versorgen, der durch einen Steinschlag an der Steinbergplatte an der Schulter verletzt worden war. „Christoph 14“ flog den Verletzten dann zur Kreisklinik Bad Reichenhall. 

22-Jähriger am Karspitz vermisst

Am Samstag kurz nach 19 Uhr meldete eine besorgte Mutter ihren 22-jährigen Sohn im Bereich des Karspitzes als vermisst, der nicht von einer Bergtour im südlichen Lattengebirge zurückgekommen war. Gerade als die Suchmannschaft der Bergwacht Ramsau bereits in Richtung Mordau auf Anfahrt war, tauchte der junge Mann wieder bei seiner Mutter am Parkplatz auf.

Junges Pärchen unverletzt vom Großen Archenkopf gerettet 

Am Samstagabend gegen 18.30 Uhr mussten die Bergwacht Berchtesgaden und „Christoph 14“ ein junges unverletztes Pärchen vom Großen Archenkopf  am Gratweg zwischen Hohem Göll und Hohem Brett aus Bergnot retten. 

Die Frau und der Mann waren über das Alpeltal und die Göllsanden aufgestiegen und hatten in den schattigen Umgängen bereits Probleme, aufgrund des vielen Altschnees voranzukommen und sich zu orientieren, wobei sie vom eigentlichen Sommerweg abkamen. 

Ursprünglich wollten sie zum Hohen Göll, kehrten dann aber wegen des vielen Altschnees wieder um, um über das Hohe Brett zum Stahlhaus abzusteigen, wo sie ein Nachtlager gebucht hatten. Im Bereich des Großen Achenkopfs kamen sie dann nicht mehr weiter und riefen im Berchtesgadener Bergwachthaus an – die Nummer hatten sie über ihr Smartphone im Internet gefunden

Rein zufällig war gerade ein Bergretter da, der den Notruf annahm und an die Leitstelle Traunstein weitergab, die die beiden mit dem Smart-Locator orten musste, da sie nicht genau wussten, wie sie gegangen waren und wo sie sich befinden

Die Besatzung von „Christoph 14“ fand die Einsatzstelle rasch und brachte dann zwei Bergretter zum Pärchen; beide wurden in zwei Sieben-Meter-Tau-Aufzügen zum Zwischenlandeplatz in der Scharitzkehl ausgeflogen

Das Rote Kreuz weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die ehrenamtlich betriebenen Bergrettungswachen nicht ständig besetzt sind und Hilfe immer über die vorwahlfreie Notrufnummer 112 angefordert werden muss, die in Bayern bei den Integrierten Leitstellen für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung aufschlägt.

Wanderin stürzt 10 Meter tief

Am Sonntag gegen 12 Uhr stürzte eine 52-jährige Wanderin aus dem Salzburger Land am Blaueisweg bei den Serpentinen im Wald unterhalb der Schärtenalm rund zehn Meter tief über Schrofengelände ab und verletzte sich unter anderem so schwer an der Schulter und am Kopf, dass sie selbst nicht mehr aufstehen konnte

Die Bergwacht Ramsau fuhr über die Forststraße zur Unfallstelle, versorgte die Verletzte notärztlich, zog sie im Luftrettungssack zum Weg hinauf und fuhr sie dann ins Tal; per Rettungswagen gings weiter zur Kreisklinik Bad Reichenhall.

Frau aus Österreich bricht zusammen

Am Montag gegen 9.40 Uhr musste die Bergwacht Marktschellenberg eine akut intern erkrankte 49-jährige Oberösterreicherin am Weg zur Toni-Lenz-Hütte versorgen und per Geländefahrzeug abtransportieren. 

Die Wanderin war rund zehn Minuten oberhalb des Eishöhlen-Parkplatzes zusammengebrochen. Die Bergwacht brachte die Frau ins Tal; per Rettungswagen gings weiter zur Salzburger Christian-Doppler-Klinik. 

Gegen 11.40 Uhr musste die Bergwacht Teisendorf-Anger zur Stoißer Alm am Teisenberg ausrücken und eine Frau mit einer Fingerverletzung versorgen und abtransportieren.

Pressemitteilung BRK BGL

Ebenfalls am Samstag,  26. Mai musste die Bergwacht im südlichen einen Schönauer bergen, der beim Wandern zusammengebrochen und verstorben war.

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