CSU-Wahlsieg - auch im BGL

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Michaela Kaniber (CSU) fühlt sich zum ersten Mal seit Tagen wirklich erleichtert und entspannt.

Landkreis - Die CSU hat sich die absolute Mehrheit im Bayerischen Landtag zurückgeholt. Ein Teil der Regierungsfraktion wird die Direktkandidatin des Berchtesgadener Landes sein.

Mit 51,19 Prozent der Stimmen zieht die CSU-Kandidatin Michaela Kaniber klar in den Landtag ein. Gegenüber BGLand24 zeigt sie sich wirklich erleichtert und entspannt: "Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Im Süden des Landkreises habe ich zwar viel Federn lassen müssen, dort sind aber auch zwei starke Kandidaten beheimatet. Umso dankbarer bin ich für dieses Ergebnis. Natürlich ist mir auch der riesige Vertrauensvorschuss bewusst und ich verspreche mein Bestes zu geben." 

Hier finden Sie die Ergebnisse aus den Gemeinden

Roman Niederberger (SPD) hätte sich persönlich ein besseres Ergebnis gewünscht.

Roman Niederberger (SPD) erreicht 11,59 Prozent. "Das Ergebnis bleibt klar hinter dem zurück, was ich mir erwartet hätte", gibt er gegenüber BGLand24 zu. Aber auch wenn die Regierungsablösung in Bayern gescheitert ist, hofft Niederberger auf ein besseres Abschneiden seiner Partei am kommenden Sonntag: "Die Gewinne der CSU sind die Verluste der FDP. Das Ergebnis lässt also die Tür offen für die Bundestagswahl."

Michael Koller (Freie Wähler) setzt sich mit exakt 13 Prozent knapp auf Platz zwei der Direktkandidaten und Bartl Wimmer (Grüne) erreicht 11,85 Prozent.

Die Stimmen im Berchtesgadener Land spiegeln das bayernweite Ergebnis wieder. Denn der FDP-Kandidat Kurt Binder schafft nur 1,82 Prozent. Sein Kreisvorsitzender Walter Buggisch sagte gegenüber BGLand24: "Das Ergebnis ist eine deutliche Niederlage für uns Liberale in Bayern. Die FDP konnte als kleinerer Koalitionspartner ihren Beitrag zur Regierungsbilanz nicht ausreichend deutlich machen. Mit Blick auf die Bundestagswahl gilt für uns: Jetzt erst recht. Wir werden alles dafür tun, dass die FDP mit einem guten Ergebnis wieder in den Bundestag einzieht und Schwarz-Gelb im Bund weiterregiert."

Dr. Bartl Wimmer von den Grünen war immerhin mit seinem eigenen Ergebnis einverstanden: "Mein persönliches Ergebnis liegt im Bereich meiner Erwartungen. Das Gesamtergebnis der Grünen enttäuscht jedoch ein wenig. Insgesamt heißt es jetzt für uns Grüne für die Bundestagswahlen: Ärmel aufkrempeln und kämpfen. Ich wünsche Bernhard Zimmer viel Erfolg!"

Die Landtagswahl 2013 im Live-Ticker

Die anderen Kandidaten für das Berchtesgadener Land bekommen alle unter vier Prozent: Rosa Mittermaier-Mühldorfer (Die Linke, 1,45 Prozent), Agnes Thanbichler (ÖDP, 3,66%), Tilo Schöne (Die Republikaner, 1,68%), Christa Summerer (Bayernpartei, 2,25%) und Martin Schön (PIRATEN, 1,52%).

Im Gegensatz zum Jahr 2008 (58,9 Prozent) lag die Wahlbeteiligung in diesem Jahr deutlich höher bei 62,8 Prozent. Die CSU legt bei den Zweitstimmen um 9,41 Prozentpunkte zu und erreicht statt 49,5%, 58,91 Prozent. Die SPD gewinnt ebenfalls und landet bei 16,28 Prozent. Die Grünen sind die klaren Verlierer und segeln von 14,5 Prozent auf 8,81%. Die Freien Wähler bleiben viertstärkste Kraft und holen 5,92 Prozent.

Der Stimmkreis 111 - Berchtesgadener Land - umfasst den Landkreis Berchtesgadener Land sowie die Stadt Tittmoning und die Gemeinden Fridolfing, Kirchanschöring, Petting, Taching am See, Waging am See und Wonneberg aus dem Landkreis Traunstein.

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