Olympia: Landratsamt weiß von nichts

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Berchtesgaden - Auch im Landratsamt Berchtesgaden ist das Thema Olympia-Bewerbung noch völlig unklar. Pressesprecher Andreas Bratzdrum über den Informationsstand:

Dass die Stadt München erneut über eine Bewerbung um die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2022 oder 2026 nachdenkt, ist seit wenigen Tagen bekannt. Im Landratsamt Berchtesgadener Land weiß man hingegen von dem Vorhaben noch nichts. Auf Anfrage bestätigte der Pressesprecher im Landratsamt, Andreas Bratzdrum, dass Landrat Georg Grabner bislang noch nicht informiert sei.

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Nachdem die Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2018 gescheitert waren und Pyeongchang den Zuschlag für das Großereignis erhalten hatte, war man davon ausgegangen, dass eine erneute Bewerbung zunächst wenig Sinn ergeben würde. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hatte sogar von einer weiteren Münchner Kandidatur abgeraten. Trotzdem scheint es sich nun anders zu bewahrheiten. „Die Gespräche mit potenziellen Unterstützern laufen. Wir sind zuversichtlich, dass wir in den nächsten Wochen oder Monaten die eine oder andere Erfolgsmeldung verkünden können“, sagte Ralph Huber, Geschäftsführer des Olympiaparks, gegenüber der Zeitschrift „Focus“. Noch im vergangenen November hatte Landrat Grabner bei einem offiziellen Termin geäußert, dass eine konkrete Bestätigung für eine erneute Olympiabewerbung nicht vorliege.

Trotzdem: Die ganze geleistete Arbeit könne aber nicht für die Katz‘ sein. Und: „Der Wille ist da“, wusste Grabner schon damals. Das scheint sich nun zu bewahrheiten. Die Stadt München soll ein weiteres Mal über eine Bewerbung nachdenken. „Im Landratsamt wissen wir davon aber noch gar nichts“, so Pressesprecher Bratzdrum. Weder in der Gesellschafterversammlung noch im Aufsichtsrat der Bewerbungsgesellschaft München 2018, die sich derzeit in Abwicklung befindet und in dem Grabner sitzt, wisse man von diesem Plan Bescheid. „Auch Münchens Oberbürgermeister Christian Ude ist bis jetzt noch nicht auf den Landrat zugekommen“, so Bratzdrum. Weil die Informationslage sehr dünn ist, müsse man erst abwarten. „Auskunft gibt es von uns erst dann, wenn wir offiziell informiert wurden“, sagte Bratzdrum.

Bei einem Zuschlag für die Winterspiele 2018 wäre Schönau am Königssee Austragungsort der Rodel-, Bob- und Skeleton-Bewerbe gewesen. Die Kunsteisbahn am Königssee war in der Vergangenheit für über 20 Millionen Euro ausgebaut und olympiatauglich gemacht worden.

kp

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