Herbstdienstversammlung der BGL-Feuerwehren

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Berchtesgaden - Turnusmäßig trafen sich die Jugendwarte der Feuerwehren des Landkreises Berchtesgadener Land im Feuerwehrgerätehaus in Piding zur Herbstdienstversammlung.

Georg Wetzelsberger

Neben sieben Mitgliedern der Kreisbrandinspektion hatten es sich auch einige Kommandanten nicht nehmen lassen zur Versammlung zu erscheinen und zeigten damit, wie ernst sie das Thema Jugendarbeit wirklich nehmen. Hoch erfreut über die zahlreiche Teilnahme zeigte sich denn auch der zuständige Kreisbrandmeister für die Jugendfeuerwehr, Hans Grabner, dem maßgbenden Jugendfeuerwehrmann im Kreis. So konnte er vor vollem Haus das Jahr 2012 der Jugendfeuerwehr Revue passieren lassen.

Wie schon in den Jahren zuvor unter seinem Vorgänger Alois Berger war auch das bereits fast abgelaufene Jahr auf den ganzen Landkreis verteilt voller HöhepunkteI. Im Süden fanden beispielsweise einige Jugendkreisübungen und Berufsfeuerwehrtage statt, im nördlichen Bereich dagegen das Kreisjugendzeltlager. In der Mitte trafen sich die Jugendwarte dann selber im Sommer zu einer anstrengenden zweitägigen Klausurtagung, um in erster Linie über Möglichkeiten der Mitgliederwerbung zu beraten. Diese Tagung leitete Beziks- und Kreisrat Georg Wetzelsperger. Wetzelsperger kam auch zur Herbstdienstversammlun, um den Führungsdienstgraden der Inspektion und den Kommandanten die Ergebnisse der Klausur nochmal nahezubringen.

Aber das Jahr der Jugendfeuerwehr war bei weitem noch nicht fertig beschrieben. Da wurden teilweise zusammen mit anderen Hilfsorganisationen Umweltreinigungsaktionen durchgeführt, an Wissenstests teilgenommen, selbstverständlich jede Menge geübt und trainiert aber auch gesellig gefeiert oder an Sportveranstaltungen teilgenommen. Zusätzlich waren auch zwei Fortbildungsveranstaltungen für die Jugendwarte zu den Themen "Sucht" und "Mobbing" im Angebot.

Es bietet sich also ein Programm, auf das die Feuerwehren nicht nur stolz sein kann, sondern man meinen könnte, Mitgliederfindung dürfte da kein Problem sein. Leider sieht die Realität anders aus: Es kostet viel Überzeugungskraft und Arbeit, die Jugendlichen im relevanten Alter von der wirklich schönen Arbeit bei der Feuerwehr zu überzeugen. Verschiedene Möglichkeiten wurden deshalb nochmals diskutiert, von der persönlichen Ansprache der Jugendlichen, über Tage der offenen Tür bei der Feuerwehr, Werbung auf Plakaten, in Funk, im Fernsehen und den Pressemedien bis hin zur Internetpräsenz auf der eigenen Facebookseite. Letztere war Hauptthema von Daniel Schweickhardt, der für diese Seite der Kreisjugendfeuerwehr verantwortlich zeichnet. Er informierte die Anwesenden über Zugriffe und Inhalte dieses bei den Jugendlichen so beliebten Mediums.

In seinem zweiten Beitrag hatte Schweickhardt leider noch eine eher schlechte Nachricht für die Jugendwarte: ein bayernweit relativ neu eingeführtes Verwaltungsprogramm für die Jugendfeuerwehr mache derzeit noch Schwierigkeiten. Mit deren Behebung sei erst 2013 zu rechnen. Davon betroffen sind leider auch die heimischen Feuerwehren. Nach diesem kurzen negativen Ausblick erfolgte aber schon wieder der positive Blick nach vorne. Viele Termine konnten bereits bekannt gegeben werden und einige große Veranstaltungen - wie beispielsweise das Zeltlager in Oberstdorf werfen schon jetzt ihre Schatten voraus.

"Die Arbeit geht nicht aus", konnte Hans Grabner schließlich zu seiner Bitte konstatieren, deshalb nicht nachzulassen und er dankte seinen Stellvertretern in den Feuerwehren für die geleistete Arbeit. Dem schloss sich Kreisbrandinspektor Stefan Pfnüran, der seinen Dank ganz besonders Kreisjugendwart Hans Grabner angedeihen ließ, da man bei ihm spüre, dass ihm die Jugendfeuerwehr wirklich sehr am Herzen liege und Zukunft damit in sehr guten Händen liegt.

Pressemitteilung Roha-Fotothek

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