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Zehn Wochen nach ihrer Auswilderung im Nationalpark Berchtesgaden

Erste Auslandsflüge: Bartgeier Wally und Bavaria drehen Runden in Österreich

Bartgeier Wally in der Luft
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Bartgeier Wally in der Luft

Die beiden jungen Bartgeier Wally und Bavaria sind zu ersten Auslandsflügen gestartet. Zehn Wochen nach ihrer Auswilderung im Nationalpark Berchtesgaden unternehmen sie vereinzelt Vorstöße ins benachbarte Österreich, wie der Landesbund für Vogelschutz (LBV) am Donnerstag mitteilte.

Berchtesgaden - Beide fliegen laut dem LBV-Experten David Schuhwerk auf eine Höhe von 2000 Metern, können umliegende Gipfel überfliegen und die Region ihrer Felsnische verlassen. „Sie erschließen von Tag zu Tag größere Radien.“

Die Ausflüge machen den Naturschützern auch Sorgen. Damit verließen die Bartgeier zeitweise den sicheren Nationalpark und seien beim Finden von Tierkadavern der Gefahr von Bleivergiftungen ausgesetzt, sagt Schuhwerk. Im Nationalpark sowie in Gebieten der Bayerischen Staatsforsten, in denen Bartgeier, Stein- oder Seeadler vorkommen, wird nur mit bleifreier Munition gejagt. In vielen Gegenden Österreichs, aber auch in manchen bayerischen Privatwäldern, droht den Tieren weiter eine Vergiftung mit Aas, das bleihaltige Munition enthält. Im März war ein Steinadler bei Unterammergau daran verendet.

Die jungen Geier sind auch anderen Gefahren ausgesetzt. Mal sitzen sie an Steinschlag gefährdeten Stellen, mal lassen sie sich auf Kämpfe mit einem Adler ein. Aber: „Mit jedem Tag steigt unsere Zuversicht, dass sie überleben - sie lernen jeden Tag dazu“, sagt Schuhwerk.

Beide Bartgeier tragen nun schon vereinzelt Knochen von den angelegten Futterplätzen in den Krallen davon - später werden sie die Knochen abwerfen, um sie zu zertrümmern und zu fressen.

Wally und Bavaria waren im Juni im Zuge eines europäischen Wiederansiedlungsprogrammes in den Nationalpark Berchtesgaden gebracht worden. Bartgeier haben eine Spannweite von bis zu 2,90 Metern. Vor gut 100 Jahren wurden sie in Deutschland ausgerottet.

dpa

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