Krampfanfall: Rettung aus der Luft

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Bayerisch Gmain - Ein 16-jähriger Bundeswehr-Praktikant ist im Lattengebirge zusammengebrochen. Ein Hubschrauber setzte Notarzt und Flugretter ab.

Ein 16-jähriger Bundeswehr-Praktikant ist am Mittwochvormittag am höchsten Punkt des Weges zwischen dem Thürmereck unterhalb der Spechtenköpfe und dem Dötzenkopf (Lattengebirge) rund zehn Gehminuten vor dem Dötzenkopf-Gipfel mit einem Krampfanfall bewusstlos zusammengebrochen. Der Führer der 47-köpfigen Gruppe leistete sofort Erste Hilfe und setzte gegen 10 Uhr bei der Leitstelle Traunstein einen Notruf ab, die daraufhin den Einsatzleiter der Bergwacht im Saalachtal alarmierte.

Während vier Einsatzkräfte der Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger per Geländwagen über das Schmölzl-Betriebsgelände und die dortige steile Bergstraße anfuhren und dann weiter zu Fuß zum Patienten aufstiegen, konnte die Besatzung des ebenfalls angeforderten Salzburger Notarzthubschraubers „Christophorus 6“ den Einweiser aus der Luft orten und auf der Wiese vor dem Schmölzl-Verwaltungsgebäude einen Rettungstau-Einsatz vorbereiten. Der Pilot setzte dann Notarzt und Flugretter am 30 Meter langen Tau an der Einsatzstelle ab, wo der 16-Jährige zusammen mit der Fußmannschaft der Bergwacht erstversorgt wurde. In einem zweiten Aufzug wurden Arzt, Flugretter und der in einem Rettungssitz gesicherte Patient per Tau ins Tal nach Bayerisch Gmain geflogen.

Aufgrund der niedrigen Wolkenschicht und einfallender Nebelschwaden war bis zuletzt unklar, ob der Hubschrauber weiter fliegen kann, oder der Patient aufwendig per Gebirgstrage zu Fuß abtransportiert werden muss. Die Besatzung von „Christophorus 6“ flog den 16-Jährigen danach zur Christian-Doppler-Klinik nach Salzburg. Insgesamt neun Einsatzkräfte der Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger waren rund eineinhalb Stunden lang gefordert.

Luftrettung am Dötzenkopf

Pressemitteilung BRK BGL

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