Tierschutzverein: Wer zahlt für Fundtiere?

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Bayerisch Gmain - Wer greift dem Tierschutzverein finanziell bei Fundtieren unter die Arme? Alleine könnte es das Tierheim nicht stemmen, nun reagieren die Gemeinden.

Egal ob ein herrenloser Hund oder ausgesetzte Meerschweinchen - es ist immer wieder der Tierschutzverein, der in solchen Fällen einspringt. Für die Gemeinden Schneizlreuth, Anger, Piding, Ainring, Bayerisch Gmain und die Stadt Bad Reichenhall ist es das Tierheim in der Kurstadt. Doch die Kosten für die Fundtiere könnten dort nicht alleine gestemmt werden.

Gesetzlich ist es die Aufgabe der Gemeinden für die Fundtiere aufzukommen. In der Praxis greifen die Kommunen den Tierschutzvereinen finanziell unter die Arme. An den Bad Reichenhaller Tierschutzverein flossen bisher 30 bzw. 50 Cent pro Einwohner der jeweiligen Gemeinde, nun hat sich auch die letzte der beteiligten Kommunen an der Erhöhung auf 70 Cent pro Einwohner beteiligt. Einstimmig beschloss der Bayerisch Gmainer Gemeinderat in seiner Sitzung vom Montag die Erhöhung.

Auch wenn die bisher bezahlten Pauschalen die Fundtier-Kosten in etwa deckten, kommen für das Tierheim schließlich doch höhere Kosten zustande: 28 Tage gilt ein Fundtier als solches, dann wird es nach "Bayerischer Gemeindeordnung" zum herrenlosen Tier - für diese müssen die Gemeinden nicht mehr zahlen, auch wenn die Heime auf den Tieren "sitzen" bleiben. Es entspricht der Regel, dass die Tiere länger als einen Monat bei den Vereinen untergebracht sind. Der Entschluss aus Bayerisch Gmain bringt den Tierschutzverein Bad Reichenhall vielleicht trotzdem einen kleinen Schritt näher in Richtung Kostendeckung.

xe

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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