Ein ganzes Jahrhundert auf dieser Erde

Nach überstandener Covid-Erkrankung: Elisabeth Dorfner aus Bayerisch Gmain feiert besonderen Geburtstag

Bayerisch Gmains Bürgermeister Armin Wierer besuchte Elisabeth Dorfner persönlich und überreichte der Jubilarin einen Geschenkkorb der Gemeinde. Dackeldame Burgi durfte dabei nicht fehlen.
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Bayerisch Gmains Bürgermeister Armin Wierer besuchte Elisabeth Dorfner persönlich und überreichte der Jubilarin einen Geschenkkorb der Gemeinde. Dackeldame Burgi durfte dabei nicht fehlen.

Vor großem Trubel an ihrem großen Ehrentag hatte sie ein wenig Bammel: Elisabeth Dorfner „feierte“ in dieser Woche ihren 100. Geburtstag.

Bayerisch Gmain - Corona sorgte freilich dafür, dass der sonnige Tag auf der Terrasse viruskonform und dadurch etwas ruhiger ablief. All jene, die vorbeischauen wollten, um dann doch zu gratulieren, sprachen sich ab, um keinen Menschenauflauf im gerade bunt blühenden Garten der Jubilarin zu verursachen.

Vor allem über die tolle Gemeinschaft in der Goethestraße freute sich die trotz einer Corona-Erkrankung im vergangenen Jahr immer noch erstaunlich rüstige Dame.  Stellvertretend für eine harmonische und funktionierende Nachbarschaft, die sich gegenseitig unterstützt, spielte Uwe Jakobs mit seiner Tochter Gretha ein Geburtstagsständchen auf der Ziach und überreichte einen Geschenkkorb. Einen solchen brachte auch Bürgermeister Armin Wierer vorbei, der es sich nicht nehmen ließ, persönlich zu gratulieren.

Eine Nachbarin kam und trug ein kurzes Gedicht vor: „Freue Dich und lebe, ja die Zeit vergeht, wer weiß wie lang sich die Welt noch dreht.“

Am Festtag mit dabei war freilich Elisabeth Dorfners ebenfalls schon betagte Dackeldame Burgi, ihre so treue Begleiterin, die jeden Gast sofort freundlich begrüßte: „Sie ist 14, also fast genauso alt wie ich – umgerechnet 98“, lächelte ihre Besitzerin. Dany Pfnür, eine ihrer fürsorglichen Caritas-„Mädels“, brachte einen Fußpflege-Gutschein und -creme sowie Duschgel von der Apotheke vorbei. Sigrid, die Nachbarin und „gute Perle“ Elisabeth Dorfners, kümmerte sich um Sekt zum Anstoßen und Canapés zum Zugreifen.

Und sie zeigte den Gästen ein Glückwunsch-Schreiben von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, persönlich vom Staatsoberhaupt unterschrieben. „Eine solche Anerkennung ist schön“, freute sich Elisabeth „Liesl“ Dorfner, geboren am 28. April 1921 in Bad Aibling. Von 1938 bis 1948 hat sie in der Bayerisch Gmainer Gemeindeverwaltung gearbeitet. Ihr Mann Josef starb 2009. 

Elisabeth Dorfner, über ihr Leben berichteten wir 2020, hatte im März/April vergangenen Jahres im Alter von 98 Jahren eine Covid-19-Infektion überstanden und war nach einer dreiwöchigen Reha in völliger Isolation rechtzeitig zu ihrem 99. Geburtstag nach Hause gekommen. Nun, ein Jahr später, konnte sie sogar ihren 100. Ehrentag bei entsprechender Gesundheit begehen – wenngleich vor allem die Augen nun mehr und mehr nachlassen: „Ich sehe schon sehr schlecht“, sagte sie ein wenig traurig, ließ sich die Freude an den wärmenden Sonnenstrahlen zu ihrem großen Jubiläum aber keinesfalls nehmen.

bit

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