Boys' Day im Seniorenzentrum Bayerisch Gmain

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Am Jungen-Zukunftstag schnuppern die Jungs in soziale Berufe. Im Seniorenzentrum Bayerisch Gmain waren sechs Jungen im Pfleger-Outfit (v.l.n.r.): Alex Oprea, Marvin Sonnberger), Philipp March,, Raphael Matanza,, Philipp Huber, Sebastian Gerzen.

Bayerisch Gmain - Sechs Freilassinger Realschüler sind am Boys'Day in die Rolle der Seniorenpfleger geschlüpft. So erlebten die Sechs ihren Tag im Seniorenzentrum:

Sechs Jungs aus der Knabenrealschule und Hauptschule in Freilassing haben sich einem tapferen Härtetest im Seniorenzentrum gestellt. Sie schnupperten in ein Berufsbild, das sonst eher Mädels-Sache ist. Deutschlandweit haben 33.500 Jungs in 4700 Einrichtungen und Veranstaltungen beim Boys’Day 2012 mitgewirkt.

Die meiseten Jungs im Domus-Mea Seniorenzentrum Bayerisch Gmain waren familiär „vorbelastet“, ein Elternteil ist in einem Pflegeberuf tätig. „Das hilft das Berufsbild halbwegs objektiv zu sehen, denn Pflege hat viel mehr mit Betreuen und Begleiten zu tun, als mit der reinen körperlichen Pflege, die meist erst ab einer Pflegestufe greift“, erklärt Einrichtungsleiterin Tanja Pozun.

Und so ging es im Medienraum gleich zur Sache, mit einem Youtube-Film über den Beruf des Altenpflegers. Hausbesichtigung war die nächste Station und die jungen Leute machten sich ein eigenes Bild vom Haus, besuchten den exklusiven Bereich Servicewohnen, die Bibliothek, das Restaurant und die einzelnen Stationen. Selbst testeten sie seniorengerechte Spiele und elektrische Massagesessel, und machten in der Ergotherapie ein paar handwerkliche Übungen.

Zu einer ‚ersten richtigen Begegnung‘ mit den Senioren kam es beim Rollstuhl-Fahrdienst. Sie begleiteten die Bewohner in den Blauen Salon zu einem kleinen Konzert von Live-Music-Now. Vertieft wurden die Erfahrungen auf der Demenzstation Alpenveilchen und in der beschützenden Abteilung Enzian. Menschen mit demenzieller Beeinträchtigung leiden unter zeitlicher und räumlicher Orientierungslosigkeit und einige neigen zum Weglaufen, das Haus zu verlassen, ohne sich dabei selbst zurecht zu finden.

Der schwerste Bereich ist die Phase F mit Intensivpflege. Auch hier nahmen die Jungs einige Eindrücke mit nach Hause. Ihnen wurde der Snoozelraum gezeigt, der die Sinne stimuliert, und die sensiblen Bereiche der Intensivpflege erklärt. Bei einem ALS-Patienten (Nervenkrankheit) verfolgten sie das Absaugen von Flüssigkeit aus der Lunge und die künstliche Ernährung mittels einer Parenteral Sonde.

Beim Schnuppertag kam der Spaß für die Jungs aber auch nicht zu kurz. Sie testeten ausgiebig alle Funktionen eines modernen Pflegebetts, bastelten Anhänger und testeten im Hof die Rollstühle. Selbst ein Abstecher in die Systemküche des Cateringunternehmens Dine & Wine stand auf dem Programm und die Jungs versorgten sich gleich selbst mit „Essen auf Rädern“. Zu den einfacheren Übungen zählte auch das Messen des Blutdrucks und des Zuckerspiegels untereinander. Am Nachmittag gegen 15.30 Uhr beendeten die Jungs ihren „Boys’Day“ und wurden mit einem kleinen Geschenk entlassen. Sie nehmen ein großes Stück an Erfahrungen mit und haben die komplexe Welt eines Seniorenzentrums kennengelernt.

Pressemitteilung Domus Mea Management GmbH

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