Bataillonsappell der Reichenhaller Gebirgsjäger bei Kaiserwetter

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Ansprache des Bataillonskommandeurs, Oberstleutnant Jared Sembritzki an seine Soldaten.

Bad Reichenhall - Das Gebirgsjägerbataillon 231 aus Bad Reichenhall hat am letzen Novembertag 2010 einen kombinierten Einsatz-Rückkehrer- und Jahresabschlussappell durchgeführt.

Bei klirrender Kälte und weiß-blauem Himmel begrüßte der Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Jared Sembritzki, den Oberbürgermeister von Bad Reichenhall, Dr. Herbert Lackner, den Bürgermeister der Gemeinde Waging am See, Herbert Häusl, sowie den evangelischen Militärseelsorger Werner Buckel. Ein besonderer Gruß galt den mit den Gebirgsjägern in der Formation angetretenen Panzergrenadieren, Artilleristen und Panzerkameraden, die das Bataillon im Einsatz personell verstärkten.

Oberstleutnant Sembritzki betonte, dass sich diese Kameraden in ganz besonderer Weise verdient gemacht haben, da sie aus ihrer gewohnten Umgebung, ihren Stammtruppenteilen, herausgelöst wurden und an der Seite der Soldaten des Bataillons den Einsatz bestehen mussten. Er fuhr fort: „ Dafür danke ich ihnen ganz besonders und hoffe darauf, dass sie auch zukünftig die Verbindung zum Bataillon halten.“

Oberstleutnant Jared Sembritzki verleiht dem Oberstabsgefreiten Florian Guggenbichler das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Bronze.

In seiner weiteren Rede ging der Kommandeur darauf ein, dass der Einsatz des Bataillons außerhalb eines Feldlagers, mitten im Operationsgebiet, über eine so lange Dauer ein Novum im Einsatzspektrum der Bundeswehr war. Insbesondere hob er hervor, dass die Soldaten mit Disziplin, Einsatzbereitschaft und Durchsetzungsvermögen einen bemerkenswerten Dienst geleistet haben und Stolz auf ihre Leistung sein können.

Er fuhr fort, dass er als Kommandeur aber auch die am Standort verbliebenen Soldaten sehe: „Sie haben unserem Verband alle Ehre gemacht, sich den Problemen gestellt und alle Aufträge nicht nur zu meiner, sondern auch stets zur Zufriedenheit unserer gemeinsamen Vorgesetzten erfüllt.“ Für das kommende Jahr gelte es zum Einen, die im Einsatz gewonnenen Erfahrungen in die Ausbildung zu integrieren und zum Anderen die ganz spezifischen Fähigkeiten im Gebirgs- und Winterkampf in den Vordergrund zu stellen.

Oberst Thomas Wandinger überreicht die Urkunde über die Förmlichen Anerkennung an Hauptmann Michael Praschberger.

Abschließend würdigte er noch einige Soldaten und verabschiedete scheidende Kameraden aus dem Verband. Oberst Thomas Wandinger, zur Zeit mit der Führung der Gebirgsjägerbrigade 23 betraut, hieß in einer kurzen Ansprache die Rückkehrer aus dem Einsatz in der Heimat willkommen. Er betonte vor allem, wie wichtig der Einsatz auch für die Afghanen sei, würden doch bereits wieder über sieben Millionen Kinder regelmäßig in die Schule gehen und davon seien 50 Prozent Mädchen. Damit sei die Bundeswehr ein wichtiges Instrumentarium für Menschrechte und die Soldaten des Gebirgsjägerbataillons 231 könnten stolz auf ihren Einsatz zurückblicken.

Zum Abschluss verlieh Oberst Thomas Wandinger Hauptmann Michael Praschberger für besondere Verdienste bei der vertretungsweisen Führung des Gebirgsjägerbataillions 231 eine förmliche Anerkennung als besondere Auszeichnung durch das Brigadekommando. Mit einem dreifachen Horrido Joho, dem Schlachtruf der Gebirgsjäger, endete der Appell. Im Anschluss ließen die Soldaten des Bataillons mit ihren Gästen bei einem geselligen Beisammensein und bei angeregten Gesprächen den Einsatz, den Tag und das Jahr ausklingen.

Pressemitteilung Gebirgsjägerbataillon 231

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