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Kampfflugzeug bei Madrid abgestürzt

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Balance zwischen Lernen und Spielen

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Mit Thomas Ostendorp (Mitte) macht Jonas (l.) und Florian (r.) das Lernen Spaß.

Piding – Im September vor fünf Jahren hat die gemeinnützige Jonathan Jugendhilfe die Ganztagsbetreuung an der Volksschule Piding gestartet.

Die Gemeinde war damit eine der ersten im Landkreis, die auf die veränderten Bedürfnisse von Kindern, Familie und Schule einging. Die Nachfrage hat seitdem stetig zugenommen, neben den Hauptschülern werden heute auch Erst- bis Viertklässler von Fachkräften betreut. Für das kommende Schuljahr sind bereits 35 Jungen und Mädchen zur Ganztagesbetreuung angemeldet. Noch sind weitere Plätze frei, die staatlich vorgegebene Anmeldefrist läuft allerdings zu Pfingsten ab.

In der Küche versorgt Betreuerin Katrin die Kinder mit Kakao. Die kleine Julia mag ihren am liebsten kalt.

In der Küche der Ganztagesbetreuung, kurz GATA, machen sich ein paar Kinder gerade einen Becher Kakao, schließlich ist heute Montag und der ist in der Einrichtung traditionell „Kaba-Tag“. Betreuerin Katrin van Wees holt vorsichtshalber eine zusätzliche Packung Milch aus der Vorratskammer, während Ganztagesbetreuungsleiterin Sylvia Schmid-Bauer noch Leon und Michael beim Schreiben eines Briefes hilft. Am Tisch gegenüber lernt Mitarbeiter Thomas Ostendorp mit zwei anderen Jungs Schreiben. Der Rest der Truppe nutzt die seltenen Sonnenstrahlen und spielt auf der Terrasse vor den Betreuungsräumen Ball und Fangen.

Der tägliche Ablauf in der Ganztagesbetreuung folgt einem festen Schema. Die ersten Kinder kommen um 11:20 Uhr - überwiegend sind das die Grundschüler - und werden von einer Mitarbeiterin bereits erwartet. Bis um 12:15 Uhr der nächste Schwung und eine weitere Betreuerin kommen, wird gespielt. Dann heißt es wie in einer Familie auch, Tisch decken und alles für das Mittagessen herzurichten.

Das wird vom „Schmankerlkurier“ in Piding geliefert und ist bewusst ausgewogen und abwechslungsreich gehalten. Spätestens um dreizehn Uhr sind alle Schüler, Schülerinnen und noch eine beziehungsweise zwei weitere Fachkräfte der Jonathan Jugendhilfe vor Ort und es wird gemeinsam gegessen. Jede Woche haben zwei andere Kinder „Tischdienst“ und sind verantwortlich dafür, dass zur Lernzeit alles abgeräumt und in den Geschirrspüler eingeräumt ist. Der Rest der Gruppe darf sich derweil draußen so richtig austoben, bevor von 14 bis 15:30 Uhr Hausaugaben und Lernen auf dem Programm stehen.

Ganztagesbetreuungs-Leiterin Sylvia Schmid-Bauer hilft Leon (l.) und Michael (r.) beim Briefschreiben.

Je nach Klassenjahrgang sind die Kinder in drei Gruppen unterteilt. „Mit der Lernzeit sind wir flexibel“, erklärt Sylvia Schmid-Bauer. „Wenn eine Probe ansteht oder jemand länger für seine Aufgaben braucht, können wird die Zeit auch mal bis auf viertel vor vier ausdehnen.“ Was die Leiterin besonders freut: „Die Kinder helfen sich gegenseitig, meist sind es die größeren die den Kleinen was erklären oder zeigen.“ Durch die unmittelbare Nähe zu den Lehrern der Schule sind die Jonathan-Mitarbeiter bestens über die schulischen Leistungen „ihrer“ Kinder informiert.

„Der Austausch mit den Lehrkräften und den Eltern funktioniert hervorragend“, sagt Schmid-Bauer. Und auch von der Gemeinde würden sie und ihr Team viel Unterstützung bekommen. Die Ganztagesbetreuung wird von Montag bis Donnerstag angeboten. Dabei können die Eltern entscheiden, ob sie ihr Kind für zwei, drei oder vier Tage die Woche anmelden wollen. Allerdings müssen diese Tage dann verbindlich festgelegt werden. Die Betreuungskosten werden von der Gemeinde und der Regierung von Oberbayern getragen. Die Eltern müssen lediglich für die Verpflegung aufkommen, für die im Monat zwischen 33 und 61 Euro anfallen, je nachdem wie oft das Kind die Einrichtung besucht.

Derzeit werden in der GATA an vier Tagen die Woche über 30 Jungen und Mädchen betreut. Fürs kommende Schuljahr 2010/2010 sind noch Plätze frei.

Bevor die Ganztagesbetreuung endet, dürfen die Jungen und Mädchen noch spielen. Oder Malen oder Basteln oder Musik hören, „worauf sie halt Lust haben“, sagt Silvia Koch, die vierte Mitarbeiterin im Bunde. Geburtstage werden gemeinsam gefeiert, es gibt selbstgebackenen Kuchen und ein kleines Geschenk für den Jubilar. Auch Feste wie Nikolaus, Weihnachten oder Fasching werden zusammen gefeiert. Ostern bekommt sogar Jeder ein Nest versteckt.

„Wir bieten den Kindern nicht nur eine professionelle Betreuung, bei uns sollen sie sich auch ein Stück weit Zuhause fühlen“, fasst Leiterin Schmid-Bauer das Motto zusammen. Um Punkt 16 Uhr nehmen alle Kinder der Reihe nach Aufstellung vor der Tür, wo sie per Handschlag von ihren Betreuern in den „Feierabend“ verabschiedet werden. „Bis morgen“, rufen sie ihnen noch hinterher. Anmeldungen für die Ganztagsbetreuung werden von Montag bis Donnerstag zwischen 11:20 und 16 Uhr unter 08651 / 959325 entgegengenommen.

Pressemitteilung Jonathan Jugendhilfe

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