Badesaison 2010: Rettungsschwimmer wieder im Einsatz

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Berchtesgadener Land – Bei frühsommerlichen Temperaturen um die 20 Grad sind am Wochenende im Berchtesgadener Land bereits mehrere Freibäder wieder eröffnet worden.

Während nur wenige Hartgesottene in den noch kühlen Badeseen ihre zaghaften ersten Runden drehen, lässt es sich in den beheizten Becken bereits gut aushalten. Mit dem Start in die Badesaison nehmen auch rund 100 Rettungsschwimmer der BRK-Wasserwacht im Berchtesgadener Land an Wochenenden und Feiertagen wieder ihren Wachdienst in den Bädern auf.

Bei der Wiedereröffnung des umgebauten Schönauer Schornbades am Samstag präsentierte sich die Berchtesgadener Wasserwacht mit einem Infostand, Schauübungen und Tauchvorführungen. „Wir haben Spenden für einen Frühdefi gesammelt und unsere Arbeit vorgestellt, wobei die Jugendlichen in einer Kombi-Übung in Not geratene Schwimmer an Land retteten und danach die korrekte Herz-Lungen-Wiederbelebung vorführten“, berichtet der stellvertretende Technische Leiter der Ortsgruppe, Martin Planegger. „Unsere Rettungs- und Bergungstaucher haben danach die Fahnen der Gemeinde und der Wasserwacht in die Mitte des neuen Schwimmbeckens getaucht und aufgerichtet.“

Die Einsatzkräfte sicherten das Fest bis zum Abend sanitätsdienstlich ab, mussten aber nicht eingreifen. „Unsere Rettungsschwimmer stehen an Seen und in Freibädern für Notfälle aller Art bereit, da der Badespaß auch Gefahren birgt“, erklärt Siegfried Hauber, Technischer Leiter der BRK-Wasserwacht im Berchtesgadener Land und appelliert an die Badebegeisterten, die zwölf Baderegeln zu beachten:

• Achte auf die Wassertemperatur!

• Springe nie erhitzt ins Wasser!

• Bade nicht mit vollem Magen!

• Gehe nicht übermüdet ins Wasser!

• Schwimme und tauche nie im Bereich von Sprunganlagen!

• Unterlasse das Rennen am Beckenrand!

• Verlasse das Wasser sofort, wenn Du frierst! Trockne Dich nach dem Baden gut ab!

• Stoße nie andere ins Wasser!

• Verlasse bei Sturm, Gischt oder Gewitter das Wasser!

• Gehe nicht unter Alkohol-, Medikamenten- und Drogeneinfluss ins Wasser!

• Benutze als Nichtschwimmer nie aufblasbare Schwimmkörper als Schwimmhilfe!

• Meide Wasserpflanzen! Immer wieder verunglücken Menschen beim Baden tödlich.

Wasserwacht bei Schornbad Eröffnung im Einsatz

Im Jahr 2009 sind über 470 Menschen in Deutschland ertrunken und die Tendenz ist steigend, da immer weniger Kinder Schwimmen lernen. „Die meisten Badeunfälle passieren, weil sich die Menschen überschätzen. Sie schwimmen zu weit in den See und merken nicht, dass sie müde werden“, erklärt Kreis-Wasserwacht-Chef Rudolf Schierghofer. Aber nicht nur Selbstüberschätzung, sondern auch leichtsinniges Verhalten führt zu Unfällen beim Baden. Besonders gefährdet sind Kinder. Ursachen für Badeunfälle mit Kindern sind oft die mangelnde Aufsicht und fehlende Schwimmkenntnisse. „Deshalb sollten Kinder möglichst früh schwimmen lernen und regelmäßig trainieren“, mahnt Schierghofer.

Bei der BRK-Wasserwacht kann jeder Schwimmen lernen und sich bis zum Wasserretter ausbilden lassen. Unter www.brk-bgl.de sind alle Ansprechpartner der Wasserwacht-Ortsgruppen im Landkreis aufgeführt, die weitere Auskünfte zu den nächsten Schwimm- oder Wasserrettungskursen erteilen können.

Pressemitteilung BRK BGL

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