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Bad Reichenhaller Kino seit Mai offen - „Aibvision Filmtheater“ ohne Perspektive

Vorsichtiger Optimismus nach zähem Start: „Wir kämpfen weiter, das Kino lebt“

Park-Kino - Josef Loibl öffnet die Türen
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Josef Loibl öffnet die Pforten seines „Park Kinos“ in Bad Reichenhall.

Endlich wieder Blockbuster auf der Kinoleinwand: Nach Monaten der Ungewissheit heißt es „Film ab“ in den hiesigen Kinosälen. Trotz aller Freude und Erleichterung, dass sich wieder etwas rührt haben sich nicht alle Kinobetreiber für diesen Schritt entschieden - und belassen es bei geschlossenen Pforten. Ein Überblick:

Landkreise - Seit 1. November 2020 hatten die Kinos coronabedingt geschlossen. Auch während des ersten Lockdowns durften keine Filme zwischen dem 17. März und dem 26. August vorgeführt werden. Die Zwangsschließung nagte an den Betreibern, die Branche musste ums Überleben kämpfen. Seit 1. Juli dürfen wieder Zuschauer bundesweit in die Kinosäle, in die Kinos in der Region sogar schon eher.

Bad Reichenhaller Park-Kino seit Mitte Mai geöffnet

So wie bei Josef Loibl. Er öffnete nach der behördlich angeordneten Zwangspause sein „Park Kino“ in Bad Reichenhall zum 14. Mai, doch es lief eher schleppend, wie er auf Nachfrage von bgland24.de offenbart: „Die Leute haben sich auf den 1. Juli versteift, da hatten wir aber schon lange wieder auf. Grundsätzlich kommen die Besucher gerne, wir haben viele Stammgäste. Doch die Sommermonate und der Fußball hängen uns ab.“ Sonntagvormittag beispielsweise habe Loibl regelmäßig Kirchgänger im „Park Kino“ begrüßt, sei Corona aber gehöre dies der Vergangenheit an - „Angst- und Panikmache durch Politik und Medien sei Dank“.

Dazu kämen Auflagen wie die Reduzierung der Kapazitäten, die wirtschaftlich kaum darstellbar seien. Loibl plädiert für Gleichbehandlung. Denn in den österreichischen Sälen laufe das Ganze gleich viel entspannter ab. „Gleiche Maßnahmen für alle, der Weg in ein normales Leben geht nur miteinander. Im Kollektiv macht es Spaß - und da ist es ganz egal ob Theater, Konzert oder eben Kino. Wir kämpfen weiter, das Kino lebt.

Der erste Gast nach 206 Tagen Zwangsschließung im zweiten Lockdown: Park-Kino-Betreiber Josef Loibl (links) begrüßte Mitte Mai zur Wiederöffnung einen älteren Stammgast in seinem Lichtspielhaus in Bad Reichenhall.

Noch keine Öffnung für das Aibvision Filmtheater

Dass Kinos wieder aufsperren dürfen heißt noch lange nicht, dass auch alle Betreiber voller Vorfreude lieber heute als morgen anpacken. Das „Aibvision Filmtheater“ in Bad Aibling beispielsweise legt noch gar keine Öffnungsperspektive an den Tag. „Wir machen wieder auf, jedoch noch nicht heute“ heißt es auf der Homepage.

Geschäftsführer Robert Siersch möchte demnach erst öffnen, wenn er es für „sinnvoll und richtig oder zumindest guten Gewissens für angemessen und vertretbar“ hält - sowohl aus Gründen der Sicherheit, der Wirtschaftlichkeit, der Einhaltung von behördlichen Vorgaben und nicht zuletzt auch mit dem Anspruch an einen gewohnt schönen Kinobesuch. Der Betreiber stehe aktuell noch vor vielen Problemen, Unklarheiten oder auch Ungerechtigkeiten und führt als Beispiel die FFP2-Maskenpflicht im Saal auch während der Vorstellung an.

Anhaltende Einschränkungen trüben Vorfreude in Burghausen

Das „Quadroscope Stadtkino Burghausen“ wird Mitte Juli seine Kinopforten öffnen, wegen Umbaumaßnahmen verzögert sich der Start. Bei Betreiberin Daniela Mayer bleiben trotz der Öffnungsperspektive Zweifel, wie sie zuletzt im Gespräch mit innsalzach24.de erläuterte. Angebote von Filmen via Streaming werden nicht weniger und belasten die Kinos zusätzlich und darüber hinaus trüben die Vorfreude die noch immer strengen Pandemie-Regeln.

Maskenpflicht in den Gängen und lediglich nicht am Platz, Kontaktverfolgung, Kinobesuch nur mit Anmeldung, 1,50 Meter Abstand - Ein Geschäftsbetrieb unter den jetzigen Hygieneauflagen und Kontaktbeschränkungen sei Mayer zufolge „nicht bis ultimo tragbar“, ein wirtschaftliches Arbeiten unter diesen Umständen „unmöglich“.

„Der Geschäftsbetrieb unter den jetzigen Hygieneauflagen und Kontaktbeschränkungen ist nicht bis ultimo tragbar“, sagt Daniela Mayer, Betreiberin Quadroscope Burghausen.

Seit Juli „bisserl besser“ in den Kinosälen in Traunstein und Traunreut

Von ähnliche Erfahrungen kann Markus Keßler vom „Cine Chiemgau“ Traunstein und Traunreut berichten. Seit Mitte Juni steht er schon in den Startlöchern, hat aufgrund der langen Schließung fast mehr Filme als er überhaupt zeigen kann in petto. Dennoch läuft es eher zäh. „Seit 1. Juli wird es jetzt ein bisserl besser“, schildert er gegenüber chiemgau24.de.

Er weiß auch, dass im Sommer erfahrungsgemäß weniger los ist in den Sälen. Möglicherweise schrecken die Auflagen zusätzlich potentielle Besucher ab. Die genauen Gründe kennt Keßler nicht. Er hofft allerdings sehr, dass sich das Ganze einpendelt und das Geschäft wieder langfristig rentiert, denn weitermachen möchte der Kinobetreiber auf jeden Fall. So wie die übrigen in der Region auch.

mb

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