Gebirgsschützen boykottieren kirchliche Feste

Bad Reichenhall - Zwischen den Gebirgsschützen und der Kirche hängt der Segen schief. Die Schützen wollen jetzt die Fronleichnams-Prozession boykottieren!

Die Gebirgsschützen in Bad Reichenhall wollen nicht nur morgen nicht antreten, sondern zu gar keinem kirchlichen Fest mehr kommen. Dies berichtet das Reichenhaller Tagblatt  in seiner heutigen Ausgabe. Grund dafür ist, die Haltung von Pfarrer Eugen Strasser-Langenfeld. Für den Geistlichen passen Kirche und Waffen nicht zusammen. Nun lehnt er nach Aussage des Hauptmanns Karl-Heinz Schmitt auch bei Feldmessen Waffen ab. Die Reichenhaller Gebirgsschützen ziehen deshalb harte Konsequenzen: Sie nehmen nicht mehr an kirchlichen Festen teil. Nicht einmal mit einer Fahnenabordnung den Feierlichkeiten zum morgigen Fronleichnam. Dabei können die katholische Kirche und die Gebirgsschützen eine lange Verbundenheit aufweisen, so war beispielsweise der emeritierte Papst Benedikt XVI. Ehrenmitglied der Tegernseer Gebirgsschütze.

Im Landkreis Rosenheim war es vor einem Monat zu einem ähnlichen Zerwürfnis gekommen. Daraufhin musste das Erzbischöfliche Ordinariat vermitteln. Es kam jedoch nur zu einem gemischten Ergebnis: In Stephanskirchen dürfen die Gebirgsschützen ihre Karabiner weiterhin tragen, im benachbarten Bad Endorf bleiben die Gewehre hingegen im Schrank. Darauf haben sich Vertreter des dortigen Pfarrverbandes und der Gebirgsschützen geeinigt, teilte das Erzbischöfliche Ordinariat damals mit.

Quellen: Bayernwelle/Reichenhaller Tagblatt/rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa/dpaweb

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