Das ist in Bad Reichenhall geplant

Adventszeit einmal anders: „Weihnachts-Winterstadt“ statt Christkindlmarkt

Bad Reichenhall - Die Corona Pandemie ist allgegenwärtig und leider auch der Grund, warum der Christkindlmarkt in der bekannten Form heuer nicht stattfinden kann.

Die letzten Wochen fanden Besprechungen und Überlegungen seitens des Stadtmarketings statt, immer in Abstimmung mit dem Ordnungsamt und dem Gesundheitsamt des Landkreises. Man feilte an Hygienekonzepten, erstellte fix und fertige Abläufe für den Christkindlmarkt unter Berücksichtigung aller Vorgaben.


Doch die Auflagen des Gesundheitsamtes ließen den Veranstaltern letztendlich keine andere Möglichkeit, als den Markt abzusagen. „Wir müssen jetzt vernünftig im Sinne der Gesundheit für Mitarbeiter, Hüttenbetreiber und Gäste handeln“, erläutert Stadtmarketing-Chefin Dr. Brigitte Schlögl. Die Entscheidung hat das Stadtmarketing als Veranstalter gemeinsam mit der Stadt getroffen. „Wir haben uns so lange wie möglich Zeit gelassen, auf positive Corona-Werte und erleichternde Vorgaben der Bayerischen Gesundheitsbehörden gehofft, beides ist nicht eingetreten – schweren Herzens ist nun die finale Entscheidung gefallen,“ so Schlögl.

Die Vorgaben sind denkbar klar und streng: Es dürften maximal 200 Personen auf dem Markt sein, das Abstandsgebot von 1,5 Metern müsste eingehalten und kontrolliert werden, wie auch die Maskenpflicht. Ein Absperren des Rathausplatzes zur Kontrolle der Markt-Frequentierung ist aufgrund der Nutzung als Verkehrsfläche nicht möglich. Veranstaltungen wären überhaupt nicht möglich gewesen. Eine überregionale Bewerbung des Christkindlmarktes hätte ebenfalls nicht erfolgen dürfen.


Für Oberbürgermeister Dr. Christoph Lung ist ein derart streng reglementierter Christkindlmarkt im Zeichen von Corona nicht gemütlich: „Ein Markt, der eigentlich vom Miteinander lebt, der ein Treffpunkt für Freunde, Gäste und Bekannte sein soll, funktioniert nicht wirklich, wenn man immer auf Sicherheitsabstand gehen und Hygieneregelungen und Besucherzahlen streng überwachen muss. Ein atmosphärisch-stimmungsvoller Christkindlmarkt lebe neben der schönen Handwerkskunst nun einmal besonders vom gemütlichen Zusammensein bei Glühwein, Tee und Kulinarik“. Daher befürwortet der Oberbürgermeister die Überlegungen, in diesem Jahr die Adventszeit in einer anderen Form zu gestalten.

Alternative: Die Weihnachts-Winterstadt

Das Stadtmarketing wird Fußgängerzone und Rathausplatz in eine kleine Weihnachtsstadt verwandeln. Konkret wird an folgender Planung gearbeitet:

  • Christkindlgärten: die heimischen Gastronomen werden ihre Außenbereiche in stimmungsvolle Plätze verwandeln, dabei unterstützt das Stadtmarketing bei der Dekoration. Die Gärten dürfen maximal bis 20 Uhr geöffnet sein, angelehnt an die Zeiten des Christkindlmarktes (1.–23. Dezember).
  • Über 40 verschieden große Tannen dekorieren den Rathausplatz. Sie werden teilweise mit Lichterketten, weißen und silbernen Kugeln geschmückt.
  • Einzelhändler können wieder Bäume und Christbaumschmuck beim Stadtmarketing bestellen für das Aufstellen vor ihrer Eingangstüre.
  • Drei große lebende Tannen bei der Polizei, dem Rathausplatz und beim Angererbrunnen werden wie bisher geschmückt.
  • Nunmehr 16 Laubbäume (im Vorjahr waren es elf) werden mit leuchtenden weißen Kugeln dekoriert.
  • Am Florianiplatz wird es wieder die lebensgroße Krippe und den beleuchteten großen Christbaum geben.
  • Eine tägliche Musikalische Adventsüberraschung wird es vom 1. Bis 23. Dezember geben: In der Dämmerung werden Musiker rund 30 bis 45 Minuten in der Fußgängerzone präsent sein – der Ort wird vorab nicht verraten

Vor der Kirche St. Nikolaus wird es darüber hinaus täglich eine kleine Andacht geben. „Trotz der Umstände wollen wir, dass unsere Besucher, Gäste wie auch Einheimische eine weihnachtliche Stadt vorfinden, erläutert Dr. Schlögl das Ziel der diesjährigen Weihnachtsstadt. In Zeiten von Corona ist nun einmal alles anders, das betont auch Oberbürgermeister Dr. Lung: „Aber mit den „Christkindlgärten“ wollen wir nicht nur Stimmung schaffen, sondern auch unsere Gastronomiebetriebe unterstützen“.

Selbstverständlich wird es auch in diesem Jahr die Weihnachtsaktion „Wunschbaum“ für hilfsbedürftige, einheimische Kinder geben. Der katholische Frauenbund, das sonderpädagogische Förderzentrum und die Mittelschule Bad Reichenhall kümmern sich um die Abwicklung im Hintergrund. Der Ort des Wunschbaumes wird noch zeitnah bekannt gegeben.

Pressemitteilung Berchtesgadener Land Tourismus GmbH

Rubriklistenbild: © Jens Kalaene/picture alliance/zb/dpa

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