Gebirgsjägerbataillon 231:

US-Reserveoffiziere in Bad Reichenhall zu Gast

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Soldat schießt G36

Bad Reichenhall - Die Gebirgsjäger in der Hohenstaufen-Kaserne Bad Reichenhall hatten drei Wochen lang Besuch von der US-Army. Für beide Seiten war das eine interessante Erfahrung.

12 Reserveoffiziere der US-amerikanischen Streitkräfte besuchten drei Wochen die Bundeswehr. Bei den Reichenhaller Jagern bekamen sie einen Eindruck vom deutschen Partnerund erhielten die Möglichkeit die Schützenschnur zu erwerben.

Dicht gedrängt steht eine Gruppe von US-Kadetten um die Matte des Ausbilders. Gespannt und aufmerksam hören Sie ihm zu. Er spricht langsam und betont, denn die Ausbildungssprache ist: deutsch. Im Rahmen einer Einweisung sollen sie gleich mit dem Maschinengewehr 3 schießen.

Soldatin schießt G36

In der Vorstellung mancher Amerikaner ist das die Waffe, mit der am D-Day 1944 die Normandie durch die Deutschen verteidigt wurde. Doch der Ausbilder stellt klar: schon sehr lange werden keine Waffen der Wehrmacht mehr verwendet. Voller Respekt beginnen die ersten beiden Kadetten, sich für das Schießen fertig zu machen. Wenn sie den Abzug zum ersten Mal betätigen, werden sie wissen, warum die Ausbilder so genau darauf achten, dass die Waffe fest in der Schulter sitzt.

Soldat schießt G36

Mit der Schießausbildung am Standort Bad Reichenhall erhalten die US-Soldaten die besondere Möglichkeit, die Leistungen zum Erwerb der deutschen Schützenschnur abzulegen. Dazu gehört auch das Schießen mit dem Gewehr G36. Alle geben sich viel Mühe. Und es lohnt sich - viele können am Abend stolz ihre Urkunde entgegennehmen.

Neben diesem praktischen Anteil steht aber auch viel „Kennenlernen“ auf dem Programm. Die Kadetten erhalten Vorträge, Führungen und Lehrvorführungen durch alle Einheiten und Verbände in der Hochstaufen-Kaserne. Höhepunkt dabei ist die Teilnahme am Übungsplatzaufenthalt der 5. Kompanie.

Für zwei Tage erleben die jungen Soldaten die schwere Kompanie beim Schießen hautnah und in Bewegung. Als Zeichen des partnerschaftlichen Miteinanders, wurde in der Hochstaufen-Kaserne für die Dauer des Praktikums die US-amerikanische Flagge gehisst.

Kadetten hissen Flagge

Der Zeitraum des Austausches fiel mit dem Nationalfeiertag der Kadetten zusammen, an dem der Ratifizierung der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten am 4. Juli 1776 gedacht wird. Die Kadetten ließen es sich nicht nehmen, an diesem besonderen Tag selbst ihre Flagge, das sogenannte „Sternenbanner“, zu hissen.

Der Austausch ist Teil eines bilateralen Programms bei dem in regelmäßigen Abständen Offiziere einen Eindruck der Streitkräfte des jeweils anderen Landes erhalten. Die US-Kadetten werden auch dieses Jahr wieder voller Stolz von ihren Erlebnissen berichten - die Schützenschnur wird sie an ihre Zeit in Bad Reichenhall erinnern.

Pressemitteilung Gebirgsjägerbataillons 231

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