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Versteigerung beim Reichenhaller Stadtfest

Vom Designer-Dirndl bis zum Whisky: Zoll versteigert rund 70 Exponate

Der Zoll bot rund 70 Exponate bei seiner Versteigerung an.
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Der Zoll bot rund 70 Exponate bei seiner Versteigerung an.

Insgesamt 70 Exponate kamen bei der Versteigerung des Hauptzollamtes Rosenheim im Rahmen des Reichenhaller Stadtfestes unter den Hammer und sorgten für dichtes Gedränge vor dem kleinen Stand in der Poststraße.

Bad Reichenhall – Zwei Paar Alpinski, je 1,88 Meter lang, drei große Gemälde – auf zwei sehr sehenswerten konnten die Stadtfest-Besucher sogar erkennen, um was es sich handelt –, zwei Design-Dirndl, drei Rennrad-Rahmen, ein komplettes Bike, Handys, Laptops, Computer, ein Beamer, eine Kamera, ein altes Fernglas – zum Großteil jedoch Alkoholika: Insgesamt 70 Exponate kamen bei der Versteigerung des Hauptzollamtes Rosenheim im Rahmen des Reichenhaller Stadtfestes unter den Hammer und sorgten für dichtes Gedränge vor dem kleinen Stand in der Poststraße.

Whisky, Rum & Co. gingen bei Auktionator Michael Diaz-Heinen und seinen gut dutzenden Helferinnen und Helfern einmal mehr am Besten weg. Bei den Computern, den Fahrrädern und den Skiern – mitten im Hochsommer – war‘s schon etwas schwieriger. Wobei der frühere Wintersport-Profisportler Matthias Holzner aus Urwies vor allem den Skiern ein gutes Zeugnis ausstellte und einen erheblich höheren Wert ermittelte. Ein älterer Herr ersteigerte ein Bild „zurück“, für den Besitzer, dem es bei einer Zoll-Kontrolle entzogen wurde. Laut diesem sei es 4000 Euro wert, der „gute Freund“ bezahlte nun 60 Euro.

Pferdekutschen, Sportwagen und Co. bei Online-Versteigerung

Das Bieten erfolgte per Handzeichen, bezahlt wurde sofort nach der Ersteigerung des Objektes vor Ort. Das Hauptzollamt Rosenheim organisierte die Versteigerung extra für die Bevölkerung als „Show“, wie es Pressesprecherin Patrizia Kaiser ausdrückte. Bei der Behörde handelt es sich um eine Erhebungsverwaltung, die im vergangenen Jahr stolze 49 Prozent der Einnahmen des Bundeshaushaltes verzeichnete. „Diese Gelder kommen letztlich wieder allen Bürgerinnen und Bürgern zugute, sei es durch neue Infrastruktur, Schulen, Kindergärten“, so Kaiser. Seit 2004 ist das Hauptzollamt zudem für die Bekämpfung der Schwarzarbeit zuständig, um soziale Gerechtigkeit zu erreichen und die heimischen Unternehmen konkurrenzfähig zu halten.

Die Haupt-Aufgaben der Zollverwaltung sind die Überwachung des grenzüberschreitenden Warenverkehrs – daraus kommen die Versteigerungsobjekte unter anderem –, die Bekämpfung des Schmuggels von verbrauchssteuerpflichten Waren (Zigaretten, Alkohol) die Überwachung von Verboten und Beschränkungen (Waffen, Rauschgift, Arzneimittel, Produktfälschungen), der Schutz gefährdeter Tier- und Pflanzenarten sowie die Sicherung der Einfuhrabgaben.

Wer am Stadtfest-Tag zu kurz gekommen ist, kann täglich, rund um die Uhr an der virtuell angebotenen Versteigerung teilnehmen: www.zoll-auktion.de. Dort warten schon auch mal Pferdekutschen, ein Sportwagen oder ein ausgedientes Polizeiboot. Mehr als 5000 Behörden beteiligen sich an diesen Auktionen, unter anderem die Ministerien des Bundes und der Länder.

bit

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