Vom Schandfleck zum Aushängeschild

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So sah das Heimatmuseum vor der Generalsanierung aus. Kommendes Jahr soll das neue Museum eingeweiht werden.

Bad Reichenhall - Im Jahr 2007 beschloss der Bad Reichenhaller Stadtrat, das Heimatmuseum generalzusanieren. Mittlerweile sind die Bauarbeiten in vollem Gange.

"Bis Ende des Jahres sollte die Gebäudemodernisierung abgeschlossen sein", erklärte Oberbürgermeister Herbert Lackner am Freitagmittag. "Dann geht es an die Inneneinrichtung."

Der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Wolfgang Heubisch, war extra nach Bad Reichenhall gekommen, um sich das Projekt 'Stadtmuseum' genauer anzuschauen. "Ich bin überrascht über die Größe des Getreidestadls und wie viel dort renoviert werden muss", sagte der Minister im BGLand24-Interview. "Ich schaue mir immer wieder gerne Projekte vor Ort an, um ein Bild zu bekommen." Das begrüßte auch Lackner, da es für die Zukunft von Nutzen sein könne, wenn es um weitere Förderungen gehe.

Der heimische Landtagsabgeordnete Roland Richter nutzte den Besuch von Wolfgang Heubisch, um ihn einen Anstecker zur Olympiabewerbung Münchens an die Jacke zu heften.

Die Förderungen spielen bei der Sanierung des Heimatmuseums eine große Rolle. Insgesamt sind knapp fünf Millionen Euro Sanierungskosten veranschlagt - zu viel für die Stadt alleine. 1,5 Millionen Euro Förderung kommt deshalb aus dem Kunstministerium, 1,3 Millionen aus dem Konjunkturpaket II, neben kleineren Förderbeträgen bleibt für Bad Reichenhall ungefähr ein Kostenaufwand von 1,9 Millionen Euro. "Dieses Geld ist gut investiert", sind sich der Minister und der Oberbürgermeister einig. "Das neue Museum bietet nicht nur die Möglichkeit, die Stadtgeschichte lebendig zu halten. Die Sanierung des Getreidestadls sei auch Städtemarketing, Städtebauförderung pur", so Lackner. Immerhin sei das Gebäude vorher feucht, marode und einsturzgefährdet gewesen, jetzt werde es wieder zum Herzstück der Kurstadt.

Bereits im kommenden Jahr soll das generalsanierte Museum eröffnet werden. "Dann werde ich wieder nach Bad Reichenhall kommen", versprach Heubisch. "Ich bin nämlich überzeugt, dass die Stadt das hinbekommt." Da bläst er mit Oberbürgermeister Lackner in das selbe Horn, der außerdem noch eine gute Nachricht im Gepäck hatte: "Wir sind im zugegeben ehrgeizigen Zeitplan und werden nach derzeitigem Stand die Kosten unterschreiten."

Wolfgang Heubisch in Bad Reichenhall

Christine Zigon

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