Der Aufenthalt im Rahmen von PERSISTENT PRESENCE in Estland geht für das Gebirgsjägerbataillon 231 zu Ende

Ein eindrucksvoller Schlusspunkt

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Die Soldaten auf dem Marsch in den Verfügungsraum

Bad Reichenhall/Tapa - Nach über drei Monaten in Estland verlegen die Soldaten des Gebirgsjägerbataillons 231 zurück an ihren Heimatstandort nach Bad Reichenhall. Der Verband war mit zwei Kompanien für jeweils sechs Wochen in der Nähe von Tapa im Rahmen von PERSISTENT PRESENCE eingesetzt.

Vom Marsch, über die Aufklärung und Sicherung, bis hin zum Auftreffen auf Feind – In ihrer Abschlussübung durchliefen die Soldaten der 3. Kompanie viele Szenarien, in denen sie ihre soldatischen Fähigkeiten unter Beweis stellen mussten.

Auf dem Weg in den Verfügungsraum haben die Soldaten eine Minensperre entdeckt. Bevor es weitergeht, muss die Lage erkundet werden.

Statt auf dem bereits bekannten Truppenübungsplatzgelände trainierten die Soldaten gemeinsam mit den estnischen Streitkräften im freien Gelände.

Im Rahmen der mehrtägigen Übung auf Kompanieebene war neben Professionalität und der Konzentration auf die Erfüllung des Auftrages auch das Zusammenwirken aller Kräfte gefragt. Sowohl die Infanteriezüge, als auch die Sanität, die Pioniere und die Instandsetzung wurden beübt.

Aus ihren Fahrzeugen heraus beobachten die Soldaten während des Marsches ihre Umgebung.

Bei ständig auftretendem Feind galt es für die Zugführer schnelle Entscheidungen zu treffen und ihre Kräfte zweckmäßig einzusetzen. Für den Kommandeur des Gebirgsjägerbataillons 231, Oberstleutnant Arno Schöberl, kam es dabei besonders darauf an, dass die Soldaten ihre Professionalität unter Beweis stellen und konzentriert auch in Stresssituationen und im unbekannten Gelände alle Fertigkeiten abrufen.

Über Funk halten die Soldaten Verbindung.

Die Übung bildete den Höhepunkt  des Aufenthalts der 3. Kompanie in Estland.

Ein eindrucksvoller Schlusspunkt

Mit dem Ende der Übung neigt sich auch der Aufenthalt der „Reichenhaller Jager“ in Estland dem Ende. Für die Soldaten geht es nun an die Nachbereitung – Material muss gereinigt und für die Verladung vorbereitet und verpackt werden.

Um vom Feind nicht entdeckt zu werden, haben sich die Gebirgsjäger gut getarnt.

Die Rückverlegung gleicht einem logistischen Kraftakt. Wie schon beim Transport nach Estland muss das Material nun per Schiff und mit der Bahn von dem estnischen Ort Tapa zurück an den Standort nach Bad Reichenhall verbracht werden.

Gegen Ende der Übung zieht Oberstleutnant Schöberl ein positives Fazit: „Die Abschlussübung war ein sehr positiver und eindrucksvoller Schlusspunkt für die Soldaten.

Aufmerksam verfolgen die Zugführer die Befehlsausgabe des Kompaniechefs.

Die Truppe hat sich hier in Estland weiter professionalisiert. Ich habe hochmotivierte und engagierte Soldaten gesehen, die beherzt ihre Aufträge erfüllen. Gleichzeitig konnten wir unsere Verfahrensweisen mit dem neu eingeführten gepanzerten Transportkraftfahrzeug (GTK) Boxer weiter vertiefen.“

Gut getarnt - der Waffenträger Wiesel.
Im Alarmposten überwachen die Soldaten den Raum in ihrem Vorfeld.

Um viele Erfahrungen und Eindrücke reicher

Sechs Wochen war die 3. Kompanie in Estland vor Ort. Sechs Wochen, in denen die Soldaten auch einige hohe Besuche zu verzeichnen hatten. Dabei begegneten die „Reihenhaller Jager“ unter anderem der Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Eine Delegation der Gebirgsjäger begrüßte Bundeskanzlerin Angela Merkel in Tallinn.

Eine Abordnung der Gebirgsjäger begrüßte die Kanzlerin im August während ihres Staatsbesuches in der estnischen Hauptstadt Tallinn. Gemeinsam mit dem estnischen Ministerpräsidenten Taavi Rõivas und dem Generalstabschef, Generalleutnant Riho Terras, besuchte sie das NATO Cooperative Cyber Defence Center of Excellence (CCDCOE).

Der Führer der Deutschen Kräfte in Estland, Oberstleutnant Herborn, meldete ihr bei ihrer Ankunft die Delegation. „Wir als Soldaten haben uns sehr gefreut von der Bundeskanzlerin wahrgenommen worden zu sein. Sie erkundigte sich nach unserem Wohlbefinden und wünschte uns für den weiteren Verlauf von Persistent Presence viel Erfolg.“

Bei ihrem Besuch nahm sich die Bundeskanzlerin auch Zeit für die „Reichenhaller Jager“.

Anfang Oktober werden die letzten Soldaten Estland  Richtung Heimat verlassen.

In Bad Reichenhall geht es nach PERSISTENT PRESENCE indessen für die Gebirgsjäger mit den Vorbereitungen für den bevorstehenden Auslandseinsatz in Mali im Jahr 2017 weiter.

Doch nun freuen sich die Soldaten nach sechs Wochen fern der Heimat auf ein Wiedersehen mit ihren Familien und Freunden.

Pressemeldung Gebirgsjägerbrigade 23

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