Reichenhaller Gebirgsjäger stellen Objektschutzkompanie

Die Objektschutzkompanie: Schutz ist ihr Markenzeichen

4. Kompanie des Gebirgsjägerbatallion 231 Bad Reichenhall
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Die 4. Kompanie des Gebirgsjägerbatallion 231 aus Bad Reichenhall stellt derzeit die Objektschutzkompanie des 16. Deutschen Einsatzkontingentes bei der UN-Mission MINUSMA.

Die 4. Kompanie des Gebirgsjägerbatallion 231 aus Bad Reichenhall stellt derzeit die Objektschutzkompanie des 16. Deutschen Einsatzkontingentes bei der UN-Mission MINUSMA.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Die Absicherung des Camp Castor ist ihr Metier: Gebirgsjäger aus Bad Reichenhall wachen, damit alle anderen ihre Aufträge ausführen können.

Das Deutsche Einsatzkontingent MINUSMA hat als Aufklärungsgefechtsverband den Hauptauftrag Aufklärung und stellt diese Informationen dem UN-Hauptquartier zur Verfügung. Mit ihren vielfältigen Sensoren übernimmt das im Schwerpunkt die Aufklärungskompanie.

Die Kräfte sorgen grundsätzlich für ihren Eigenschutz. Mit der Objektschutzkompanie steht dem Deutschen Einsatzkontingent eine schlagkräftige Sicherungskomponente mit besonders qualifizierten Infanteristen zum Schutz aller im und um das Camp Castor zur Verfügung.

Kernauftrag: Schutz der eigenen Kräfte

Die Objektschutzkompanie, derzeit gestellt von der vierten Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 231 aus Bad Reichenhall, ist für den Schutz der deutschen Einsatzkräfte innerhalb und außerhalb des Feldlagers zuständig.

Dabei gilt es, ein breites Aufgabenspektrum abzudecken. Schwerpunkt bildet hierbei die Feldlagersicherung und die Kontrolle des Zugangs zum Camp. Hinzukommen Sicherungsaufträge im Nahbereich des Camps CASTOR. Darüber hinaus werden die Gebirgsjäger für Missionen auch weit außerhalb des Lagers, z.B. zum Schutz der Aufklärungskräfte, eingesetzt.

Auf alles eine Antwort

Um das alles abzubilden ist die Kompanie in sechs Züge, also Teileinheiten gegliedert. Zwei Züge, darunter ein litauischer Sicherungszug, sind 24 Stunden täglich, sieben Tage die Woche für die Lagersicherung zuständig. Hinzukommen zwei weitere Züge, welche für die Sicherheit innerhalb des Camps verantwortlich sind und den Luftraum überwachen.

Für den Schutz eigener Kräfte außerhalb des Feldlagers sind zwei weitere Teileinheiten der Kompanie eingesetzt: der „ForceProtection“-Zug (FP) und der „Quick Reaction Force“-Zug (QRF). Letzterer kann innerhalb von 30 Minuten rund um die Uhr alarmiert und in Marsch gesetzt werden, um bei Gefahrensituationen unverzüglich einzugreifen.

Eine ganz „normale“ Kompanie

Diese Aufgabenzuordnung rotiert innerhalb der Teileinheiten in festgelegten Rhythmen, jeder Zug muss also alles können. „Das koordinieren und planen wir als Kompanieführung zusammen“ sagt der verantwortliche Kompaniechef, Major P.

Er agiert auch als Bindeglied zur Kontingentführung. Der Kompaniechef hält die „Zügel fest“ und hat mit seinem Kompanieeinsatzoffizier und dem Kompaniefeldwebel zwei starke, anpackende Hände, die ihn unterstützen. Der Kompanieeinsatzoffizier, kurz „KEO“ genannt, plant und koordiniert mit dem Kompanietrupp die Kräfte gemäß den Vorgaben seines Chefs.

Ohne sie geht nichts

Der Kompaniefeldwebel, liebevoll als „Mutter der Kompanie“ oder „Spieß“ bezeichnet, kümmert sich unter anderem um soziale Angelegenheiten seiner Soldatinnen und Soldaten. Er hält Ihnen den Rücken frei.

Gerade im Einsatz gibt es da mehr zu tun als zu Hause. Alle sollen sich schließlich auf ihre wichtigen Aufgaben konzentrieren können. Der „Spieß“ und sein Unterstützerteam, bestehend aus dem Personalfeldwebel und der Geschäftszimmersoldatin, sind zudem für die administrativen Vorgänge zuständig. Auch im Einsatz werden Soldatinnen und Soldaten beispielsweise befördert und ausgezeichnet.

Für das Material, die Fahrzeuge und die IT gibt es weitere Experten vor Ort: den Materialbewirtschafter, den Schirrmeister und die IT-Administratoren. Als besondere Unterstützer gelten die „Partner auf vier Pfoten“. Diensthundeführer vom Objektschutzregiment der Luftwaffe mit ihren Hunden sind der Kompanie angegliedert und ergänzen in vielen Situationen mit dem richtigen Riecher.

Viel Betrieb im Camp

Wenn die Soldatinnen und Soldaten in der Feldlagersicherung eingesetzt sind, überprüfen sie Fahrzeuge und den Zugang von Personal ins Camp. Aufgrund der Corona-Situation wird nicht mehr per Hand sondern mittels einer stationären Ferndetektionsanlage, ähnlich wie auf einem Flughafen, kontrolliert.

Waffen und gefährliche Gegenstände, wie selbstgebaute Sprengvorrichtungen können so zuverlässig entdeckt werden. Das gilt auch für Fahrzeuge, die bei Zufahrt gründlich auf Auffälligkeiten untersucht werden. Viele zivile Arbeitskräfte, die im Camp angestellt sind, betreten und verlassen das Lager täglich, es gibt also eine Menge zu tun.

Oberste Maxime ist die Sicherheit innerhalb des Camps. Die einheimischen Arbeitskräfte werden bei ihren Arbeiten auf den Baustellen überwacht. Alles wird durchhaltefähig im Schichtsystem abgebildet - Einsatz-, Ruhe- und Bereitschaftsphasen wechseln sich ab. 

Pressemeldung der MINUSMA

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