Verband Deutscher Heeresbergführer in Ehrwald

Frühjahrestreffen der Heeresbergführer

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Christoph Hummel zeigt Vor- und Nachteile bei den sogenannten Autotubern und lässt üben.

Bad Reichenhall/Ehrwald - Zweimal im Jahr, im Frühjahr und im Herbst, ruft der Verband Deutscher Heeresbergführer seine Mitglieder zu einem Treffen, häufig auch verbunden mit einer Weiterbildung, zusammen.

Meistens wird das Frühjahrestreffen im März ausgerichtet und unter der dem Motto sportlicher Betätigung (Skitouren und Skifahren) auch mit den Partnern und Kindern der Bergführer gestaltet. Dieses Jahr verschob man den Termin aber auf den Mai, um an eine Weiterbildung vom letzten Herbst zum Thema „Sicherheit beim Klettern“ anzuknüpfen. 

Organisiert wurde die Veranstaltung von den beiden Reichenhaller Heeresbergführern Rene Hellmann und Johannes Schwegler, sowie Josef Hümmer aus Oberau bei Garmisch Partenkirchen. 

Treffen in der Kletterhalle in Ehrwald

Die Heeresbergführer (HBF) trafen sich dazu am 16. Mai in der Kletterhalle in Ehrwald. Ausgebildet wurde an verschiedensten Sicherungsgeräten in deren spezifischer Handhabung, immer mit Blick auf Geräteverständnis und Bremshandprinzip. 

Ein zweiter wesentlicher Bereich war die Verbesserung des dynamischen Sicherns sowie das Sichern bei Gewichtsunterschieden zwischen Kletterern und Sicherungspartnern. Durchgeführt wurde die Weiterbildung durch drei Kollegen aus dem zivilen Bereich; Christoph Hummel (DAV-Sicherheitskreis), Daniel Gebel (Experte der Firma Edelrid) und Jörg Helfrich (Bundeslehrteam). 

Hintergrund für den Einsatz von Zivilbergführern war unter anderem auch, so der Vorstand des Verbandes Deutscher Heeresbergführer, auch auf die Methodik von Lehrkräften anderer Ausbildungsbereiche zu schauen und neue Ideen aufzugreifen. 

Am Abend setzten sich die HBF in Mittenwald in der Wiege der HBF- Ausbildung, dem Ausbildungsstützpunkt für Gebirgs- und Winterkampf, zusammen, um Möglichkeiten zur Lösung verschiedener Problemfelder und Schwierigkeiten der HBF zu diskutieren.

Am nachfolgenden Tag nahmen die HBF zusammen mit der Gebirgsjägerbrigade 23 und dem Kameradenkreis der Gebirgstruppe am Tag der Gebirgstruppen und der anschließenden Gedenkfeier der durch Krieg und Unrecht gefallenen und zu Tode gekommenen Menschen auf dem Hohen Brendten teil. 

Teilnehmer der Weiterbildung in der Kletterhalle Ehrwald in Tirol (von links die drei Ausbilder: Christoph Hummel, Jörg Helfrich und Daniel Gebel).

Insgesamt waren über 60 HBF zum diesjährigen Frühjahrestreffen nach Ehrwald und Mittenwald gekommen. Für den Herbst plant der Verband eine Weiterbildung zum Thema „Extreme Kälte und Höhe“. Absicht ist es, dazu auch wieder Frauen und Männer der Bergwachten sowie Bergführer der Polizei und ziviler Bergführervereine einzuladen.

Pressemeldung Pressestelle Verband Deutscher Heeresbergführer Johannes Schwegler

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