Mit Gratis-Kurkonzert wiedereröffnet

Es ist vollbracht – Sanierung im Königlichen Kurgarten erfolgreich abgeschlossen

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v.l.: Christian Braun (Kurgärtnerei Bayerisches Staatsbad Bad Reichenhall Kur-GmbH Bad Reichenhall/Bayerisch Gmain), Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner, Gabriella Squarra (Geschäftsführerin Bayerisches Staatsbad Bad Reichenhall Kur-GmbH Bad Reichenhall/Bayerisch Gmain), Christian Rast (Immobilien Freistaat Bayern Zentrum Staatsbäder), Felix Breyer (Geschäftsführer Bad Reichenhaller Philharmonie), Gerhard Edfelder (Staatliches Bauamt Traunstein)

Bad Reichenhall - Die umfangreichen Sanierungsarbeiten im Königlichen Kurgarten Bad Reichenhall sind nun abgeschlossen. Anlass waren die in die Jahre gekommenen Leitungssysteme, die durch Verwurzelungen und Setzungen ausgetauscht werden mussten.

Festgestellt hatte man diese Sanierungsbedürftigkeit laut Johann Wagner aufgrund von Befahrungen der Leitungen mit Kameras.

Wagner, Abteilungsleiter des Staatlichen Bauamtes zeichnet sich für die Umsetzung der umfangreichen Maßnahmen im Königlichen Kurgarten verantwortlich: „Nach eingehender Prüfung der Aufnahmen mussten wir diese gravierende Erdarbeiten durchführen. Alle anderen, behutsameren Möglichkeiten hätten nicht funktioniert.“

Im Zuge der Kanalisationsarbeiten wurde auch das Stromnetz neu verlegt und erweitert. So können nun die Baumkronen und das AlpenSole-Freiluft-Inhalatorium bei Veranstaltungen erleuchtet werden. Auch neue Laternen werden in Zukunft den Königlichen Kurgarten zieren. Johann Wagner: „Wir haben damit eine solide Infrastruktur geschaffen.“

Nachhaltigkeit berücksichtigt

Die Wasserversorgung – ein großes Thema im Königlichen Kurgarten, wurde ebenfalls dank der Tiefbauarbeiten mit Blick auf die Nachhaltigkeit perfektioniert. Neben der Erneuerung der Leitungen wurden zusätzlich vier große Wasserzisternen mit einem Fassungsvermögen von je 25 m³ im Boden hinter dem AlpenSole-Gradierhaus versenkt.

Regenwasser Zisternen

Die naheliegenden Dachrinnen der Wandelhalle und des Gradierhauses sind nun an die Wasserzisternen angeschlossen. Das gewonnen Wasser kann zum Gießen des Königlichen Kurgartens verwendet werden. Christian Rast, Immobilien Freistaat Bayern-Zentrum Statsbäder zur Neugestaltung: „Neuer – alter Glanz gepaart mit technischem Fortschritt, besser kann man es nicht machen.

Die Zisternen und Wasser-Zapfstellen, die neue Wegeführung und auch die Kanalanlagen sind jetzt auf neuestem Stand. Der Königliche Kurgarten ist für die kommenden Jahre bestens nachhaltig gerüstet.“

Holländisches Beet

Aber auch oberirdisch hat sich viel getan, so wurde das sogenannte „Holländische Beet“ vor der Konzertrotunde nach alten Plänen wieder neu eingefasst und angelegt. Johann Wagner: „Wir wollten bei der Gestaltung keineswegs historisierend arbeiten, sondern die Vorlagen in angemessenem Rahmen interpretieren.“

Blumenmeer am AlpenSole Brunnen

Das Beet ist nun in Originalgröße mit Stahlaufkantung, statt hoher Betonfassung in seiner Originalform gebaut und lässt immer wieder neuen, kreativen Spielraum für die Gärtner der Kur-GmbH Bad Reichenhall/Bayerisch Gmain für die Bepflanzung. Die könne und dürfe jedes Jahr anders aussehen, so Johann Wagner.

Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner zeigte sich bei seiner Rede zur offiziellen Eröffnung des Königlichen Kurgartens begeistert: „An Tagen wie heute kommt es mir so vor, als ob Bad Reichenhall wieder einmal den Beweis antreten möchte, dass sie zu den schönsten Städten Deutschlands gehört.“ Auch die Geschäftsführerin der Kur-GmbH, Gabriella Squarra ist begeistert: „Der Blick aus der Konzertrotunde, bei Kurmusik-Genuss hinaus in das Blumenmeer ist einfach ein Traum“, schwärmt sie.

Um möglichst wenig Staubbelastung im Atem-Kurort zu erzeugen, wurden die Wege staubmindernd asphaltiert, damit ist zugleich dem Anspruch der bestmöglichen Barrierefreiheit entsprochen. Die noch schwarze, glänzende Oberfläche wird nach und nach verblassen. Rund um das Holländische Beet hat man sich für einen sogenannten Olympiamastix –Belag entschieden – eine Mischung aus Asphalt und gewaschenem Sand. Es entstand ein sehr edler verfestigter Kiesboden.

Neuer Platz

Vielleicht haben die Besucher des Königlichen Kurgartens auch schon den kreisrunden Platz für sich entdeckt, der im nördlichen Bereich gestaltet wurde. „Das Wirrwarr aus Wegen und Beeten war sehr undefiniert und machte dieses Areal unruhig, schon fast ungemütlich“, stellt Johann Wagner fest. Jetzt könne dieser Ort mit Leben erfüllt werden, für Veranstaltungen wie die dienstags und donnerstags stattfindenden Atem- und Qi Gongübungen, aber auch einfach, um die Sonne zu genießen, die ab Mittag bis in die Abendstunden das Platzerl in warmes Licht taucht. Vielleicht wäre der Mittelpunkt auch der ideale Standort für einen Christbaum in der Adventszeit.

Bäume erhalten

Der Baumbestand, die Grünflächen und die Pflanzbeete werden auch in Zukunft das Bild des Königlichen Kurgartens prägen. Der Bereich hinter dem AlpenSole-Gradierhaus ist mit Liege- und Spielbereich neu gestaltet. Das AlpenSole-Kneipp-Becken bietet nach wie vor Erfrischung und stärkt die Abwehrkraft. Auf der anderen Seite des Gradierhauses sprudelt lebendig der AlpenSole-Brunnen, man trifft sich und spaziert durch die schöne Anlage im Herzen der Kurstadt. „Ein Garten der Heilung zum Durchatmen und Auftanken,“ so Gabriella Squarra.

Johann Wagner sieht den Königlichen Kurgarten als einen zentralen Ort der Begegnung: „Dieser Park entstand aufgrund der Menschen, die nach Bad Reichenhall zur Sommerfrische anreisten, um zu kuren und Heilung zu erfahren. Der Kurgarten war der Treffpunkt des gehobenen Bürgertums. Man wollte sich von den Anwendungen erholen, sich bewegen und natürlich auch Kontakte knüpfen. Sowohl für das geistige als auch für das körperliche Wohlbefinden war und ist der Königliche Kurgarten ein perfektes Refugium – damals wie heute.“

Im Herbst wird die Zaunanlage rund um den Königlichen Kurgarten ein neues Gesicht erhalten, das Kassenhäuschen am Eingang Kurstraße wird in diesem Zuge abgebaut, herrschaftliche, schmiedeeiserne Tore geben dem Park einen stilvollen Rahmen.

Derzeit tut sich einiges im gegenüberliegenden Ortenaupark – hier wird das Fundament für den Brunnen der „Drei Grazien“ errichtet. Im Herbst wird auch diese Baustelle mit Sitzgelegenheiten und Rosenbeeten fertig sein und die Kurstraße wird in neuem Glanz erstrahlen. „Im Frühjahr wird man dann letztlich das Endergebnis bewundern können, wenn der Brunnen sprudelt und die Bepflanzung fertig ist, das wird eine wahre Freude“, so Wagners Fazit abschließend.

Die offizielle Eröffnung des „neuen“ Königlichen Kurgartens fand im Rahmen eines Kurkonzertes mit freiem Eintritt am 8. August statt. Gabriella Squarra: „Ein herzliches Dankeschön an alle Gäste und Freunde des Königlichen Kurgartens für ihre Geduld während der Bauarbeiten, herzlichen Dank an alle Beteiligten, Planer, Firmen und zum Gelingen beitragenden Partnern und Mitarbeitern, wir freuen uns, dass der Freistaat Bayern seine denkmalgeschützten historischen Parkanlagen im Bayerischen Staatsbad Bad Reichenhall mit hohem Engagement und Finanzeinsatz saniert, modernisiert und die Attraktivität weiter steigert.“

Pressemitteilung Bayerisches Staatsbad Kur-GmbH Bad Reichenhall/Bayerisch Gmain

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