Pressemitteilung SPD Bad Reichenhall

SPD: Wohnen wie in den eigenen vier Wänden

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Elli Reischl,Stadträtin Güldane Akdemir, Wolfgang Kiehne, Stadtrat Guido Boguslawski (OV-Vorsitzender), SPD-Landratskandidat Roman Niederberger, Stadtrat Wolf Guglhör und Ulrich Scheuerl.

Bad Reichenhall - "Bezahlbarer Wohnraum ist die zentrale soziale Frage unserer Zeit", so der Vorsitzende der SPD Bad Reichenhall Guido Boguslawski bei einem Treffen des Ortsvereins im Gasthof "Poststuben".

Eine bezahlbare Wohnung ist besonders für Ärmere, für junge Familien und Alleinerziehende oft das drängendste Problem. Dazu entwickelte der Ortsverein zur Stadtratswahl 2020 das Programm und hat sich dabei auch mit der Mietpreisbremse befasst.

Als zentrales Instrument für eine ausreichende Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum in der Stadt sieht der Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion Dr. Wolf Guglhör nach wie vor die städtische Wohnbaugesellschaft. Es komme in den nächsten Jahren darauf an, deren Arbeit auch mit neuen Projekten zu intensivieren und noch professioneller zu gestalten. "Nachdem sich die SPD mit ihrer Forderung nach einem zu hundert Prozent öffentlichen Wohnungsbau am Landratsamt durchsetzen konnte, müssen wir diese große Chance in Kreis und Stadt auch entschlossen ergreifen", so der Fraktionssprecher.

Genossenschaftlich wohnen

Neue Chancen, als Ergänzung zum Sozialwohnungsbau, sieht der Ortsverein bei der Stärkung des genossenschaftlichen Wohnungsbaus. Genossenschaften bieten für alle die Chance, langfristig ohne die Sorge vor Eigenbedarfskündigungen oder überzogenen Mietsteigerungen zu leben. Also, wie in den eigenen vier Wänden. Und zwar ohne eine Eigentumswohnung oder ein eigenes Haus finanzieren zu müssen, stellte Ulrich Scheuerl dar. Und die Stadträtin Güldane Akdemir sah im Genossenschaftsgedanken ein wichtiges soziales Anliegen erfüllt. Es ist "besonders für junge Familien über der Sozialhilfegrenze geeignet", so die SPD-Stadträtin.

Um sich intensiver mit den Chancen des genossenschaftlichen Wohnungsbaus zu befassen, wollen die Reichenhaller Sozialdemokraten sich demnächst auch bei einem Ortstermin in Saaldorf-Surheim informieren. Auch mit überregionalen Anbietern wie der MARO Genossenschaft für selbstbestimmtes und nachbarschaftliches Wohnen will man sich austauschen.

Reichenhall fällt bei Mietpreisbremse heraus

Der SPD-Kreisvorsitzende und Landratskandidat Roman Niederberger, der am OV-Treffen teilnahm, berichtete ganz aktuell über die Entwicklung bezüglich der Mietpreisbremse. Nachdem die ursprüngliche Verordnung des Freistaats Bayern vor Gericht keinen Bestand hatte, trat am 7. August die neue Version in Kraft. Allerdings brachte diese neue Verordnung auch Änderungen mit sich: im Berchtesgadener Land fällt nur noch die Stadt Freilassing in den Geltungsbereich der Mietpreisbremse, die Stadt Bad Reichenhall ist ebenso wie Bayerisch Gmain, Ainring und Piding gegenüber der ursprünglichen Verordnung herausgefallen. "Wer sich das zugrundeliegende Gutachten ansieht, wird schnell feststellen, dass es keinen Grund zur Entwarnung gibt. Viele Gemeinden im Landkreis erfüllen weiterhin deutlich einzelne Kriterien für einen angespannten Wohnungsmarkt", so der 47-jährige Diplom-Finanzwirt. Der SPD-Kreisverband werde die Zahlen auf alle Fälle genauer analysieren und die Auswertung den Ortsvereinen zur Verfügung stellen. Das Thema Wohnen, so der SPD-Landratskandidat werde, wie bei den Reichenhaller Genossen, natürlich auch bei ihm eine zentrale Rolle spielen.

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