Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Er sollte eine Familie nach Frankreich bringen

Wiederholungstäter: Schleuser bei Bad Reichenhall verhaftet

+

Bad Reichenhall - In Untersuchungshaft befindet sich seit wenigen Tagen ein 37 Jahre alter Mann, der mit seinem Auto eine vierköpfige Familie illegal über die Grenze nach Deutschland brachte.

Beamte der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein („Schleierfahnder“) deckten am Mittwochabend eine Schleusung der „besonderen Art“ auf. Sie kontrollierten auf der Autobahn A8 bei Neukirchen einen Wagen mit albanischer Zulassung, der in Richtung München unterwegs war. 

Nicht nur der angebrachte Fahrradständer an der Heckklappe, sondern auch die Insassen erregten das Interesse der Fahnder: Außer dem Fahrer befand sich noch ein albanisches Ehepaar mit zwei Kleinkindern, beide ordentlich in Kindersitzen gesichert, in dem Minivan. Der 37-jährige Fahrer, ebenfalls ein albanischer Staatsangehöriger, gab zu verstehen, er würde seine Bekannten zu einem zweitägigen Besuchsaufenthalt nach Belgien fahren. Die Familie war mit ihren E-Pässen zur visumsfreien Einreise berechtigt und konnte auch Bargeld in Höhe von etwa 1.000 Euro vorzeigen.

Doch Belgien war nicht das Ziel der Familie

Weil die Polizisten aber feststellten, dass der 37-Jährige im Dezember 2016 schon einmal vermeintliche Touristen in Richtung Belgien befördert hatte, welche dann aber unter Missbrauch des sogenannten „Touristenprivilegs“ in Nordrhein-Westfalen Asylanträge gestellt hatten, ergaben sich erhebliche Zweifel am angegebenen Reisezweck. 

Bei einer genaueren Befragung der Mitreisenden gaben diese schließlich an, dass sie nach Frankreich wollten, um dort Asyl zu beantragen. Der Grund dafür sei die länger anhaltende Arbeitslosigkeit des Ehemannes in Albanien. Deshalb wurden sie an den 37-Jährigen vermittelt, dieser würde solche Fahrten durchführen.

Die weitere Sachbearbeitung wurde durch das Fachkommissariat K10–Grenze der Kripo Traunstein übernommen. Der 37-Jährige, der selbst schon einmal als Asylbewerber in Deutschland wohnhaft war, wurde wegen Einschleusens von Ausländern zur Anzeige gebracht. Sein Bargeld in Höhe von knapp 600 Euro, wohl der Schleuserlohn, wurde sichergestellt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ die Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht Laufen einen Untersuchungshaftbefehl gegen den in Albanien wohnenden Mann. Er kam in eine Justizvollzugsanstalt.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Kommentare