FWG-Stammtisch: Hilfe für Asylsuchende

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FWG-Vorsitzender Hans-Jürgen Frankenbusch (rechts) und seine Stellvertreterin Gisela Kaniber (links) bedanken sich bei der Referentin Astrid Kaeswurm für ihren aufschlussreichen Vortrag.

Bad Reichenhall - Beim Stammtisch der Freien Wählergemeinschaft gab es einen besonderen Gast: Astrid Kaeswurm aus dem Landratsamt hielt einen Vortrag zum Thema Asyl.

Durch die vielen Krisenherde in Nordafrika oder auch im Nahen Osten ist es in den letzten Monaten zu einem starken Anstieg der Flüchtlingszahlen gekommen. Auch in der heimischen Region macht sich dies bemerkbar. Bei ihrer kürzlich abgehaltenen Klausur war sich daher die Freie Wählergemeinschaft Bad Reichenhall einig, dass dieses Thema in nächster Zeit auf der Agenda eine wichtige Rolle spielen müsse und dass man die Verpflichtung habe, notleidenden Menschen zu helfen. Im Zuge dessen hat die Freie Wählergemeinschaft (FWG) bei ihrem letzten Stammtisch die Ansprechpartnerin aus dem Landratsamt für Asylangelegenheiten, Frau Astrid Kaeswurm, als Gastreferentin eingeladen.

FWG-Ortsvorsitzender Hans-Jürgen Frankenbusch konnte in seiner Begrüßung neben interessierten Bürgern auch Vertreter anderer lokaler politischer Gruppierungen willkommen heißen. Deshalb unterstrich er in seiner Ansprache, dass man beim Thema Asyl parteiübergreifend gemeinsame Lösungen erarbeiten müsse.

Astrid Kaeswurm, die Gastrednerin des Abends, ist eine von zwei Ansprechpartnern beim Landratsamt für den Aufgabenbereich „Hilfen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz“. Da sie selbst nur halbtags arbeitet, entfallen auf zurzeit etwa 500 Asylbewerber im gesamten Landkreis somit nur eineinhalb Stellen. Für das laufende Jahr könnte es zu einem Anstieg auf bis zu 900 Asylbewerber kommen. Zuständig sei ihr Amt vor allem für die Unterbringungen und die sich dort befindlichen Grundausstattungen, sowie für die Versorgung des weiteren Bedarfes und die finanzielle Grundsicherung der Flüchtlinge.

In Bad Reichenhall halten sich laut Kaeswurm derzeit 25 Asylsuchende auf. Nicht mitgerechnet in dieser Zahl sind unbegleitete Jugendliche, welche in den Zuständigkeitsbereich des Jugendamtes fallen. Rechnet man dies auf den gesamten Landkreis anhand der Einwohnerzahlen hoch, sei dies für Bad Reichenhall eine vergleichsweise niedrige Zahl. Erschweren würde die Arbeit nicht nur die derzeit geringe Planstellenzahl, sondern auch die Kurzfristigkeit der Zuteilung von Asylanten durch die übergeordneten Stellen: „Uns wird zum Beispiel Montag mitgeteilt, dass am Mittwoch 20 Asylbewerber kommen“, so Kaeswurm.

Ein weiteres Problem seien die nicht gerade zahlreich vorhandenen Unterbringungskapazitäten. „Leider stehen uns nur wenig Unterkünfte zur Verfügung“, bedauert die Vortragende.

Ein Objekt was derzeit in Bad Reichenhall diskutiert wird, ist das Alpenhotel Fuchs, welches Platz für etwa 90 Asylbewerber hätte. Neben den Unterkünften (Anmietung, Ausstattung und Zuteilung) erläuterte Kaeswurm weitere Tätigkeitsfelder, wie unter anderem die finanzielle Grundversorgung der Asylanten. Diese betrage aktuell neben der Kosten für die Unterkunft 336 Euro im Monat.

In der Folge entwickelte sich eine konstruktive Diskussion. Die Hilfsbereitschaft gegenüber Asylbewerbern war in allen Wortmeldungen deutlich herauszuhören, auch der Wunsch nach einer Sammelstelle für Hilfsgüter wurde laut.

FWG-Vorsitzender Frankenbusch bedankte sich bei Astrid Kaeswurm für den „aufschlussreichen und interessanten Vortrag“ und betonte, dass sich die FWG im Dialog mit den Bürgern und politischen Mitbewerbern weiterhin diesem Thema widmen werde.

Pressemitteilung FWG Bad Reichenhall

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