Bundespolizei verhaftet Iraker in Salzburg

Vier Landsleute eingeschleust und 14.500 Euro dabei

Bad Reichenhall/Salzburg – Die Bundespolizei hat am Sonntag am Salzburger Bahnhof einen Iraker festgenommen. Er wollte vier Landsleute illegal über die Grenze bringen. Einer der Geschleusten musste hinter Gitter.

In den Vormittagsstunden kontrollierten Bundespolizisten die Reisenden eines Zuges am Bahnhof Salzburg. Dabei trafen sie auf einen 27-Jährigen, der sich ordnungsgemäß mit seinem irakischen Reisepass und einem schwedischen Aufenthaltstitel ausweisen konnte. Direkt neben ihm saßen zwei weitere Männer und eine Frau mit einem drei Monate alten Baby, die ohne die erforderlichen Papiere für die Einreise in die Bundesrepublik unterwegs waren.

Laut eigenen Angaben stammen sie ebenfalls aus dem Irak. Alle Personen mussten ihre Reise beenden und den Beamten zur Dienststelle nach Bad Reichenhall folgen. Bei der Durchsuchung des Irakers, der in Schweden einen festen Wohnsitz hat, wurden rund 14.500 Euro gefunden. Das Geld wurde auf richterliche Anordnung hin beschlagnahmt.

Die Ermittler der Bundespolizei gehen davon aus, dass der irakische Staatsangehörige die Reise seiner Begleiter organisiert hat. Auf ihn kommt voraussichtlich schon bald ein Strafverfahren wegen Einschleusens von Ausländern zu.

Das junge Paar mit dem Säugling äußerte ein Schutzersuchen und wurde der Aufnahmestelle für Flüchtlinge zugeleitet. Für den anderen Iraker führte der Weg in ein Münchener Gefängnis. Nachdem er bereits einen Tag zuvor versucht hatte, bei Lindau unerlaubt nach Deutschland zu gelangen, wurde er auf Antrag der Staatsanwaltschaft beim Amtsgericht Laufen vorgeführt. Der Richter verhängte in Rahmen eines beschleunigten Verfahrens eine Freiheitsstrafe von zwei Monaten.

Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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