Bad Reichenhall: Treffen IHK-Regionalausschuss und Industriellenvereinigung Salzburg

Wirtschaft: „Grenzüberschreitender Dialog ist dringend notwendig“

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Salzburg / Bad Reichenhall – Die Unternehmen aus dem Berchtesgadener Land und dem Salzburger Land wollen sich insbesondere bei grenzüberschreitenden Verkehrsthemen künftig verstärkt abstimmen. Das haben der IHK-Regionalausschuss Berchtesgadener Land und die Industriellenvereinigung (IV) Salzburg bei einem Vernetzungstreffen am Salzburger Flughafen erklärt.

Die Grenze zwischen Deutschland und Österreich darf gerade für die Mobilität auf beiden Seiten der Salzach keine Rolle mehr spielen. Im Interesse unserer Mitgliedsunternehmen müssen bestehende Engpässe in der Infrastruktur und Lücken im Angebot beseitigt werden“, erklären Irene Wagner, Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses, und IV-Salzburg-Präsident Peter Unterkofler.

Vier Infrastrukturprojekte für grenzüberschreitende Verkehrspolitik

Die Vertreter von IHK und IV haben vier Infrastrukturprojekte für die grenzüberschreitende Verkehrspolitik definiert. Neben dem sechsspurigen Ausbau der A8 ab dem Inntal-Dreieck und dem Bau einer neuen Brücke über die Salzach als Basis für grenzüberschreitende Gewerbegebiete gehört dazu auch die vollständige Elektrifizierung und der zweigleisige Ausbau der Schienen-Ausbaustrecke 38 von Freilassing über das Chemiedreieck nach Mühldorf über einen modernisierten Bahnhof Freilassing. Im Bahnverkehr müssen zudem Direktverbindungen zwischen Salzburg, Berchtesgaden und Bad Reichenhall endlich Wirklichkeit werden. Auch der Flughafen Salzburg spielt eine essentielle Rolle für die Wirtschaft in der gesamten Region. „Der Airport ist ganz klar ein herausragender Standortfaktor für die Wirtschaft nicht nur in Salzburg, sondern auch im Berchtesgadener Land und in der gesamten Chiemsee-Region. Diese Tatsache geht in der öffentlichen Wahrnehmung oft unter. Wir brauchen dieses Tor zur Welt“, bekräftigt Wagner.

Grenzkontrollen hindern und verursachen Kosten

„Als Salzburger Industrie ist es uns ein besonderes Anliegen, die nachbarschaftlichen Beziehungen zu Bayern zu vertiefen und Synergien unseres gemeinsamen Wirtschaftsraums zu nutzen. Grenzkontrollen hindern nicht nur; sie verursachen massive Kosten für die Wirtschaft auf beiden Seiten“, so IV-Salzburg-Präsident Peter Unterkofler mit Blick auf die Verkehrssituation am Walserberg.

Grenzüberschreitenden Dialog zwischen Politik und Wirtschaft vertiefen

Zusammen wollen IHK und IV-Salzburg die genannten Infrastrukturschwerpunkte in Zukunft auf die Agenda der jeweiligen Landes- und Bundespolitik bringen. „Angesichts vieler gemeinsamer Interessen und aktueller Herausforderungen ist es dringend notwendig, den grenzüberschreitenden Dialog zwischen Politik und Wirtschaft zu vertiefen“, so Wagner und Unterkofler. Deshalb sollen die Treffen zwischen den beiden Institutionen in Zukunft regelmäßig und mit Beteiligung von Mandatsträgern beider Länder stattfinden.

Die Mitgliedsunternehmen des IHK-Regionalausschusses und der IV-Salzburg erwirtschaften jährlich eine Wertschöpfung von 2,8 bzw. 6,8 Milliarden Euro und beschäftigen insgesamt fast 300.000 Menschen. Im Berchtesgadener Land liegt der Anteil von Industrie sowie produzierendem und verarbeitendem Gewerbe an der Bruttowertschöpfung bei knapp 34 Prozent, im Salzburger Land sind es 23 Prozent.

Pressemeldung IHK München und Oberbayern

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