Unbezahlbares Kurhaus? Vereine sind verärgert

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Das königliche Kurhaus in Bad Reichenhall.
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Bad Reichenhall - Eine tolle Bühne, doch was, wenn die Mieten dafür nicht mehr bezahlbar sind? In einem Offenen Brief wenden sich die örtlichen Vereine nun an die Öffentlichkeit.

Eine neue Preisstruktur, die Ärger macht: Philharmonie, Stadtkapelle und Musikschule wandten sich bereits an MdL Michaela Kaniber, nun wird auch in einem Offenen Brief die neue Geschäftsordnung der Bad Reichenhaller Kur GmbH beklagt. Die Mieten für die Liegenschaften der staatlichen Kur GmbH wären zu hoch, "wir sehen uns gezwungen, Stellung zu nehmen". Davon betroffen sind das Königliche Kurhaus, die Konzertrotunde, das Kurgastzentrum und das Haus des Gastes. Erst im Januar erhielten die neuen Geschäftsbedingungen Gültigkeit - auch, um künftig "sittlich anstößige Veranstaltungen zu verhindern", wie etwa die Sexparty im Sommer 2014.

Die Mietpreise seien zwar auf den ersten Blick gesenkt worden, aber, so die örtlichen Vereine: "Die genannten Preise sind Netto-Preise, wir müssen 19 Prozent mehr bezahlen. Zwingend kommen im Kleingedruckten ganz erhebliche Kosten für Technik, Einlass, Reinigung, Ticketing etc. hinzu, so dass sich unter dem Strich die auf den ersten Blick vermeintlich erfreulicheren Kosten enorm aufblähen und die Mieten nicht billiger, sondern viel teurer werden als bisher schon."

Allein die Fixkosten, ohne die beklagten zusätzlichen Leistungen, für einen Aufbau- und einen Veranstaltungstag im Königlichen Kurhaus liegen dabei schon bei etwa 2400 Euro. Dass der "Schuss nach hinten losging" musste daher auch Michaela Kaniber vergangene Woche feststellen und machte Druck auf Finanzminister Söder, der zu Besuch in Berchtesgaden war und Versprach, das Preisgefüge noch einmal unter die Lupe zu nehmen.

xe

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