Pressemitteilung Bad Reichenhaller Philharmoniker

Strauss-Festival der Bad Reichenhaller Philharmoniker

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Herzblut bis zur Ekstase im Dreivierteltakt: die Philharmoniker unter Christian Simonis im prächtigen Königlichen Kurhaus von Bad Reichenhall.

Bad Reichenhall - : Operetten der beiden Jubilare Jacques Offenbach und Franz von Suppé, eine Gala zu "Strauss und England" sowie ein Feuerwerk der Zirkusmusik von ihrem größten Meister Reto Parolari.

Von Freitag bis Sonntag folgen in Bad Reichenhall Schlag auf Schlag drei Höhepunkte der heiteren Muse. Den Auftakt des diesjährigen Strauss-Festivals macht am 13. September im Theater im Kurgastzentrum eine Aufführung zweier Klassiker durch die Bad Reichenhaller Philharmoniker unter ihrem Chefdirigenten Christian Simonis: "Salon Pitzelberger" von Jacques Offenbach und "Die schöne Galathée" von Franz von Suppé. Die beiden Komponisten - der eine begründete die Pariser Operette, der andere die Wiener - haben dieses Jahr ihr 200. Jubiläum. Ihre Einakter sind Musik und Musiktheater vom Feinsten, halbszenisch dargeboten von vier Spezialisten des Fachs: den Tenören Harald Wurmsdobler und Martin Mairinger sowie der Sopranistin Christine dell'Antonio. Der Regisseur der Stücke Claus J. Frankl wird als Buffo auf der Bühne stehen.

Parodie auf Neureiche und eine zickige Statue

"Salon Pitzelberger" von Jacques Offenbach handelt von der Dünkelhaftigkeit eines Neureichen, der sich als feinsinniger Opernliebhaber ausweisen möchte. Im ersten Gesellschaftssalon, den er in seinem neuen Wiener Palais ausrichtet, möchte er drei berühmte italienische Opernstars präsentieren. Doch die sagen ihm kurzfristig ab. Um die Blamage zu verhindern, entscheidet sich Tochter Ernestine zu einer Täuschungsaktion, unterstützt von ihrem heimlichen Geliebten. "Diese kleine liebenswürdige Komödie bietet eine hinreißende Parodie auf die italienische Oper, ihrer mitunter unfreiwilligen und absurden Komik", sagt Claus J. Frankl. Der Einakter "Die schöne Galathée" wiederum ist eine Parodie auf die griechische Sage. Aufs Korn genommen werden Pygmalion, Midas und Ganymed, die es mit einer Statue zu tun bekommen, die lebendig wird. Galathea entpuppt sich als zickiger Vamp und tanzt den drei Herren gehörig auf der Nase herum. "Von der Ouvertüre bis zum letzten Ton ist diese bis heute populäre mythologische Operette ein Geniestreich", so Frankl.

Dank so spritzigen Stücken wie den beiden Einaktern des Strauss-Festivals stieg die Operette zum meistgespielten Genre des musikalischen Unterhaltungstheaters auf und blieb das auch über die gesamte erste Hälfte des 20. Jahrhundert. Als populäre Kunstform wurde die Operette in der NS-Zeit zwangsläufig vom Regime vereinnahmt. Der Dramaturg und Theaterwissenschaftler Dr. Matthias Kauffmann geht am Samstagnachmittag in einem Vortrag im Hotel Wyndham Grand Axelmannstein zum Thema "Ideologie und Spielplanpolitik der Operette im Nationalsozialismus" auf diese Schattenseite der Kunstform ein.

Englische Klassiker und symphonische Zirkusmusik

Der Samstagabend im Königlichen Kurhaus steht unter dem Motto "Johann Strauss und England". Im 19. Jahrhundert lagen die Engländer gleich zwei Johanns und einem Eduard vom Kontinent zu Füßen:Sowohl Strauss-Vater wie seine Söhne wurden bei ihren Inseltourneen als Superstars gefeiert. Die Briten haben aber auch eigene Helden der heiteren Muse hervorgebracht: Sir Arthur Sullivan und sein Dichter-Partner William S. Gilbert gingen als "Gilbert and Sullivan" in die Musikgeschichte ein. Bei der Operettengala erklingen auch ihre Melodien, gesungen in der Originalsprache vom Festival-Ensemble und gespielt von den Philharmonikern unter Christian Simonis. Die Operettengala ist in Zusammenarbeit mit der Johan Strauss Society of Great Britain sowie der Deutschen Johann Strauss Gesellschaft entstanden. Letztere wird während des Strauss-Festivals ihre Jahreshauptversammlung in Bad Reichenhall abhalten.

Bei der Sonntags-Matinee im Kurhaus zündet Reto Parolari ein Feuerwerk der Zirkusmusik. Parolari war Chefdirigent berühmter Zirkusse wie dem Circus Krone in München und hat seit Jahrzehnten die musikalische Leitung des Internationalen Zirkusfestivals in Monte-Carlo inne, bei dem der Goldene Clown vergeben wird, der Oscar der Zirkuswelt. Bei der Matinee dirigiert er die Philharmoniker und bringt mit ihnen in voller symphonischer Besetzung Evergreens der Zirkusmusik zum Leben, wenn es heißt "So klingt’s im Circus".

Info und Tickets unter 08651 / 715 110 oder info@bad-reichenhall.de sowie unter www.bad-reichenhaller-philharmoniker.de

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