Es wird teurer für Bad Reichenhalls Familien

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Bad Reichenhall - Für Familien mit Kindern wird's in Zukunft nochmal ein Stück teurer: In zwei Fällen zog der Stadtrat an der Gebührenschraube, im dritten Fall ließ man lieber die Finger davon.

Gleich mit drei Gebührenerhöhungen hatte es der Bad Reichenhaller Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung zu tun: Kindertagesstätten, Musikschule, Rupertustherme. In zwei der drei Fälle wird es heuer noch teurer für die Bad Reichenhaller.

Kindertagesstätten

Für alle Kinder, egal wie alt und egal wie lange sie die Einrichtungen nutzen, werden die Kindertageseinrichtungen der Stadt um zwei Euro teurer. Kinder unter drei Jahren, die bisher über acht Stunden täglich in der Kita waren, kosteten die Eltern bisher 348 Euro, ab September werden es 350 Euro. Für über drei Jahre alte Kinder, die beispielsweise nur vier Stunden täglich in der Kita verbringen, müssen künftig 78 statt 76 Euro bezahlt werden.

Musikschule

Auch eine weitere Preiserhöhung winkte man im Stadtrat durch: Die Gebühren für die Musikschule erhöhen sich ebenfalls ab September - instrumentale und vokale Hauptfächer sind dann um zwei Prozent teurer. Beispiel 30 Minuten Einzelunterricht, die häufigste gebuchte Unterrichtsform: Die Kosten in einem Schuljahr steigen um elf Euro von 574 auf 585 Euro. Der einstündige Einzelunterricht kostet künftig 1071 Euro. Wer mehrere Instrumente erlernt, soll aber eine Ermäßigung bekommen.

Schwimmbad

Und noch eine Entscheidung stand an: Sollen auch die Preise im Sport- und Familienbad innerhalb der Rupertustherme hinaufgetrieben werden? Für Thermal- und Saunabereich wurde die Preiserhöhung durch die Kur GmbH schon festgelegt, im Sport- und Familienbad hatten auch die Stadträte noch ein Wörtchen mitzureden. Je nach Dauer und Alter wäre eine Preissteigerung um 0,50 bis 1 Euro geplant gewesen - doch in diesem Fall sagte eine knappe Mehrheit "Nein".

Sind die Preissteigerungen allesamt moderat oder liegen die Gebühren ohnehin schon zu weit oben und unterscheiden nicht zwischen den Geldbeuteln der Eltern? Dieser Meinung war zumindest Wolf Guglhör (SPD): "Die Kita-Gebühren sind im Vergleich zu anderen Städten recht hoch. Wir brauchen Ermäßigungen für sozial schwache Familien, die Gebühren sind schließlich Fix-Beiträge." Auf der anderen Seite standen Stadträte wie Fritz Grübl (FWG). Man müsse auch an die Einnahmen denken, so Grübl. Die angedachten Preiserhöhungen im Schwimmbad seien moderat: "Was Handys und i-Pad kosten spielt bei den Kindern dagegen keine Rolle."

Die Preiserhöhungen in den Kindergärten und der Musikschule wurden jeweils einstimmig durchgewunken, beim Schwimmbad standen 14:10 Stadträten gegen die Gebührensteigerungen.

xe

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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